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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 2.655 mal aufgerufen
 Steinbruch Königskopf
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jaffa Offline


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Beiträge: 551

10.08.2010 12:29
Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Für die Feldbahn im BAE-Steinbruch gibt es an folgenden Stellen Handlungsbedarf:

1. Feldbahngleise für die Strecke auf der obersten Sohle mit einer Drehscheibe; diese Strecke wird "offline" fertig vormontiert

2. Feldbahngleise für die Strecke auf der untersten Sohle; dafür werden einzelne 5-m-Segmente (= 112 mm) gefertigt ... für die im Plan eingezeichnete Strecke braucht man 5 1/2 Segmente und eine Drehscheibe

3. Feldbahnloren und -Flachwagen; eine Kipplore ist im BAE-Bestand vorhanden ... über das Vorhandensein ener zweiten Lore gibt es Gerüchte ... für die oberen Strecke werden auf jeden Fall zwei Kipploren benötigt, unten mindestens zwei Plattenwagen.

zu 1. und 2.: gebaut wird mit 12-mm-Spurweite; als Schiene finden Code-80-Profile von billigem Spur-N-Flexgleis (GT-Flexgleis von www.flexgleise.de, pro Stück 720 mm je nach Abnahmemenge ca. 1,80 €); diese Schienen werden mit ensprechendem Schwellenabstand auf Feldbahnschwellen (entweder Messing oder Polystyrol-Profil ... mal sehen) gelötet oder geklebt.

Gestern Abend war ein Stündchen Zeit, es kribbelte in den Fingern. und ich habe mich mal an einer Drehscheibe versucht. Da ich keine Messingbleche verfügbar hatte, habe ich mit Polystyrol gebaut (nach dem Lackieren sieht man eh keinen Unterschied) ... und habe den Eindruck, dass ich mit Messing deutlich länger gebraucht hätte.
Ich habe in die Schienenprofile an der Standfläche von beiden Seiten an den 45-Grad-Knickflächen Kerben geschliffen und dann mit Flachzangen gebogen; als Vorbild dienen die Zeichnungen aus dem Decauville-Katalog von 1905. Die Maße der dort abgebildeten 500-mm-Drehscheibe habe ich auf 600 mm und dann auf 12-mm-Spurweite (nicht 1:45!) umgerechnet.
Für das Drehtteil aus Polystyrol habe ich den maßstabsgerechten Decauville-Ausdruck auf 1-mm-Polystyrol geklebt und die 9 Einzelsegmente mit dem Cutter ausgeschnitten und dann auf eine 0,3-Polystyrol-Scheibe (mit Kreisschneider geschnitten) aufgeklebt. Nach dem Aushärten des Kleber noch einmal kurz nachgeschliffen ... Rohbau fertig:



Nun fehlt noch das Drehlager, das Riffelblech und Verstrebungen und die Gleisstutzen müssen noch ordentlich abgelängt werden. Das Riffelblech wird aus Karton mit entsprechender Struktur geschnitten; die nächsten Drehflächen werden aber direkt aus 1-mm-Polystyrol mit Riffelblechstruktur gearbeitet (war gestern Abend noch nicht in meinem Bestand)


zu 3.: für Feldbahn in 1:45 wird die Luft bei den Herstellern recht dünn. Ich habe Écore gefunden, die Preise sind aber sowohl für einzelne Bauteile wie auch für Komplettbausätze/Fertigmodelle für mein Empfinden jenseits von Gut und Böse: 60 € für eine Kipplore als Bausatz, 130 € als Fertigmodell. Preiswerter, wenn auch nicht in vergleichbarer Auswahl, sind die Bauteile von Rolf Tonner. Da habe ich auf Verdacht einmal zwei Rahmen und ein paar Radlager bestellt.
Was an zusätzlichen Loren für den Steinbruch benötigt wird, wird selbst gebaut. Punkt.

Gruß --- Jürgen

OOK Offline


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10.08.2010 15:58
#2 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Hier sind doch sicher auch ein paar Feldbahn-Fuzzies, die auskunft geben könnten über weitere lorenmodelle. Die vorhande Kipplose habe ich mal vor Jahr und Tag aus einem engl. Bausatz gebaut, weiß nicht mehr, woher ich ihn hatte. Jedenfalls ist die Mulde aus einem Stück tiefgezogen,. Und teuer war das Dingens auch nicht. Wer hat Tipps?

OOK.
Die vierte Harzer Meterspurbahn (BAE) gibts jetzt als Maxi-Buch, auch für Harzfreunde ohne Modellinteresse hochinteressant: https://shop.vgbahn.info/vgbahn/shop/die...bahn-_3723.html
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jaffa Offline


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10.08.2010 16:02
#3 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Ergänzung zu den Feldbahn-Herstellern: wenn man über die Grenzen guckt, gibt's doch noch preiswertere Alternativen.
Wie hier der KB-Scale-Shop in England – auf meine Anfrage erfuhr ich, dass sie auch nach Deutschland liefern; das britsche Pfund steht zurzeit bei ca. 1,20 Euro ... die dort ausgewiesenen Preise also mal 1,2 (Bezahlung unkompliziert per PayPal).
Das sind Preise, wie ich sie mir vorstelle! ... ich habe gerade eine Bestellung abgesondert.
Die Spurweite ist übrigens 14,0 mm – die Achsen lassen sich aber, so heißt es, unproblematisch auf 12,7 oder 12,0 mm umspuren.
Es gibt auch einen deutschen Importeur; das heißt dann aber ungefähr Pfund-Preise mal 2,0

Zusatz für OOK: es scheint mir genau dies die vorhandene BAE-Lore zu sein!

Gruß --- Jürgen


Uuups: unsere Eintrag haben sich zeitlich überschnitten ... womit ich deine Frage schon beantwortet hätte.

OOK Offline


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10.08.2010 19:04
#4 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Jürgen, du bist zu schnell für einen alten Mann wie mich. Da hast du schon selber rausgefunden,was ich dir gerade per email übermittle, peinlich. Aber du hast recht, es sind genau die gleichen Loren wie die vorhandene, die einst von Roy C. Link hergestellt wurde. Genau richtig!

OOK.
Die vierte Harzer Meterspurbahn (BAE) gibts jetzt als Maxi-Buch, auch für Harzfreunde ohne Modellinteresse hochinteressant: https://shop.vgbahn.info/vgbahn/shop/die...bahn-_3723.html
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jaffa Offline


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Beiträge: 551

10.08.2010 21:00
#5 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Die erste Drehscheibe ist fertig montiert und kann lackiert werden:



... wobei "lackieren" etwas merkwürdig klingt, weil die Farbe meiner Wahl "Rost" ist.

Zackel Offline


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Beiträge: 836

10.08.2010 21:17
#6 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Jürgen, das ist eine tolle Sache, was Du hier präsentierst!

Wer zu viel Geld hat kann hier http://www.carocar.com/html/ecore_fahrzeuge.html Loren nach deutschen Vorbildern bekommen... oder einfach mal bei http://www.schmalspur0.de/ schmökern.

Glückauf

Jörn

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"Da steht zu befürchten, das es in Mode kommt und als ungeheuer versnobt gelten wird, den Februar in Braunlage oder Altenau zu verbringen."

OOK Offline


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10.08.2010 22:13
#7 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Jürgen, der alte Decauville wäre stolz auf dich. Und ich freue mich riesig über deine Initiative und deinen Ideenreichtum. So wird die BAE immer mehr zum Synergieprojekt.

OOK.
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jaffa Offline


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10.08.2010 22:31
#8 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Jörn, Otto,

dann habe ich zum Abschluss des Tages noch ein weiteres Erstlingswerk zu zeigen ... ein 5-Meter-Feldbahngleis:



Die Höhe der Drehscheibe muss noch an die Gleishöhe angepasst werden.

Ich habe mich für Polystyrolschwellen entschieden, weil dieses flache U-Profil in Maß und Proportionen recht genau den Schwellenprofilen bei Decauville entspricht. Für den Bau der 5-Meter-Gleise habe ich mir eine Lehre gebastelt, mit der ich die Schienen im korrekten Abstand einlegen kann und zugleich Markierungen für das Kleben der Schwellen habe:

jaffa Offline


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12.08.2010 12:22
#9 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Beim näheren Betrachten der Gleise im Decauville-Katalog fiel mir auf, dass Feldbahngleise in vielerlei Hinsicht wie "Modellbahn" sind:
fertig montierte Gleisstücke, die vor Ort aneinandergesetzt werden ... und ebenfalls: fest montierte Gleisverbinder (!).
Die habe ich nun bei den stückweise präparierten Feldbahngleisen für die unterste Sohle ebenfalls montiert (allerdings nicht genietet oder geschraubt, sondern gelötet ):



Das Material für die unterste Sohle ist damit komplett montiert; mit dem Lackieren bzw. Rosten wird gewartet, bis auch die Gleise für die oberste Sohle fertig sind. Die Schwellenprofile dafür sind bereits geschnitten.

Auf der obersten Sohle gehe ich etwas anders vor und weiche bewusst vom Vorbild ab: die Gleisstrecke wird von vornherein fest und aus einem Stück mit Hilfe einer Montageschablone montiert. Die Strecke ist so weit vom Betrachter entfernt und wird in einem so flachen Winkel oberhalb der Augenhöhe betrachtet, dass Bearbeitungsökonomie Vorrang vor Detailgenauigkeit hat.

jaffa Offline


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13.08.2010 07:38
#10 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Letzte Amtshandlung in Sachen BAE für die nächsten zehn Tage (Urlaub ... im Harz): Das Feldbahngleis für die oberste Sohl ist montiert.



Auf die Lehre von der obersten Sohle (vor Ort aus Pappe geschnitten) habe ich doppelseitig klebende Folie kaschiert (daher der Glanz) und darauf die Polystyrol-Schwellen fixiert. Das leicht vorgebogene Schienenprofil ist dann mit Sekundenkleber befestigt. Der etwas engere Schwellenabstand ist dort, wo (fiktive) Schnittstellen zwischen einzelnen Gleisstücken sind. In diesem Zustand wird lackiert, die Montagehilfe wird dann natürlich vor der Gleisverlegung im BAE-Steinbruch entfernt.
Das Gleis auf der Brücke zum Knacker ist bereits verlegt, der kurze Gleisstutzen rechts von der Drehscheibe (zum Parken/Kreuzen von Loren) fehlt noch.

jaffa Offline


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08.09.2010 18:25
#11 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Vom aktuellen Zustand der Feldbahn im Steinbruch wurde bereits im BAE-Steinbruch-Planungsthread berichtet. Wie geht es mit der Feldbahn weiter? ... u.a. soll es auf der untersten Sohle die Möglichkeit geben, Loren, die momentan nicht benötigt werden, auf lose verlegte Gleise abzustellen ... also z.B. auf das winklig zur Strecke liegende einzelne Gleis:



... oder sie können auch einfach im unbeladenen Zustand neben den Gleisen auf den Spurkränzen abgestellt werden. Dazu gibt es die "Patentdrehscheiben". Im Decauville-Katalog sehen die Dinger so aus:



Mir war aber nicht klar, wie diese Dinger im Betrieb funktionieren; jetzt weiß ich es ... sie werden an beliebiger Stelle aufs Gleis aufgelegt und dann ... lest und schaut selbst:

http://www.die-kiels.org/Bilderbuch/FIM2...l/P8280045.html
http://dampf.entschweben.de/Dampfbahnerf...drehscheibe.htm
http://www.buntbahn.de/modellbau/printvi...?t=6939&start=0

So was kommt also auch in den Steinbruch.

jaffa Offline


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11.09.2010 23:37
#12 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Die Patentdrehscheibe habe ich zwar noch nicht gebaut, aber die Loren sind fertig. So sieht der "Fuhrpark" des Steinbruchs aus: Loren für den Tranpsort von Bruchsteinen zum Brecher, Flachwagen für das Bewegen von großen Steinen auf der untersten Ebene ... und im Kastenwagen wird das Werkzeug transportiert:



Und der Haspelberg ist vorbereitet, um Loren von der mittleren auf die obersten Sohle hochzuziehen. Eine Winsch ist bereits vorhanden. Die Holzbohlen werden natürlich noch durch Streben abgestützt. Aber das kann passgenau erst beim Einbau geschehen:



Gruß --- Jürgen

OOK Offline


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Beiträge: 5.031

13.09.2010 20:02
#13 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Ich fasse es nicht!!!
Jürgen, !

OOK.
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jaffa Offline


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16.09.2010 17:25
#14 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Ich will den Faden mit einer Kranlore für die BAE hier wieder aufzunehmen. Bei der im Thread Steinbrucharbeiter/Steinmetze gezeigten Kranlore störte mich ja, dass der Kran nicht zur Seite geschwenkt werden kann ... was die Einsatzmöglichkeiten enorm reduziert:



Bei der Recherche nach geeigneteren Vorbildern stößt man fast zwangsläufig auf die Kranlore, die beim Feldbahnmuseum Frankfurt/Main darauf wartet, aufgearbeitet zu werden:



Die könnte – vielleicht ein wenig geschrumpft – als Vorbild dienen: der Kranausleger, und damit auch das Gegengewicht, können für die geplante Verwendung verkürzt werden. Das Gegengewicht ist verschiebbar, die maximale Traglast wird beim Feldbahnmuseum mit 800 kg angegeben.

jaffa Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 551

23.09.2010 21:12
#15 RE: Feldbahn für den BAE-Steinbruch antworten

Es geht weiter in Sachen Steinbruch ... ich hoffe, Dieter und Volker, ihr seid nicht ungeduldig geworden. Die Kranlore ist im Rohbau montiert:



Es fehlen für diesen Lorenrahmen noch die passenden Radsätze, deshalb steht die Basis nach radlos da. Die Nieten am Versteifungsblech sind "frei Hand" mit einer Reißnadel ins 0,3-mm-Messingblech geprägt.

Nach dem Grundieren sieht der Kran so aus:



Kranhaken und Seil fehlen noch. Das Gegengewicht ist verschiebbar. Natürlich wird auch hier wieder heftig gerostet. Dann wird der Kran drehbar auf der Lore montiert.

Gruß --- Jürgen

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