Die Museumsbahnen machen es häufiger so, dass bestimmte Fahrzeugprojekte, für die in der heimischen Werkstatt keine Kapazitäten frei sind, in andere ehrenamtliche Werkstätten vergeben werden. So würde es die BAE gern auch bei diesem Kandidaten machen: Was ist das für ein Fahrzeug? Der Wagenkasten ist aus POLA MAXI-Teilen hergestellt, die Drehgestelle sind von AHA. Ungefähres Vorbild ist ein C4i der Kleinbahn Mödrath-Liblar-Brühl. Wie man sieht, ist der Bau im Rohzustand steckengeblieben. Wer hat Lust, das Fahrzeug zu Hause fertigzustellen? Fenster müssen eingesetzt und "verglast" werden, Bühnengitter und Trittstufen eingebaut und die Schilder beschriftet werden. Na, wo sind die Kapazitäten?
Nun, ein Dreivierteljahr ist vergangen und der Wagen steht immer noch so desolat herum. Wer erbarmt sich seiner? Hier mal ein Vorbildfoto des Wagens aus seiner Zeit bei der Härtsfeldbahn:
Der WN 5 war einer der beiden Wagen, die ursprünglich von Ronsdorf-Müngsten stammten und dann zur Klb. Liblar-Mödrath-Brühl kamen, bis sie schließlich als WN 4 und 5 nach Neresheim kamen. Laut Forschungen von Henning Wall (abgedruckt in Mittelpuffer 18 incl. Typenzeichnungen) hatten die Wagen wohl ursprünglich einen Oberlichtaufbau, der aber entfiel, als sie bei der Härtsfeldbahn neue Wagenkästen bekamen. Anders der eine Wagen, der schließlich bei der BAE landete. Er hat einen Wagenkasten wie die Härtsfeldbahnwagen, jedoch mit Laternendach. Also: Wer baut ihn fertig? Bei der BAE herrscht ein eklatanter Mangel an Personenwagen.