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Dieses Thema hat 59 Antworten
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 Harzer Regelspur 1:160
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jaffa Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 521

17.11.2011 23:49
Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Um den Planungsthread nicht zu »verunreinigen«, mache ich für die Dokumentation der Baufortschritte einen eigenen Thread auf.

Die Strecke von Langelsheim kommend hat sich im Wendel bis zum Tunnelausgang des Gallenbergtunnels hochgearbeitet und hat dort das Licht der Welt erblickt:



Auf dem Planum des Bahnhofs Wildemann sind die Gleise und Weichen zur Überprüfung der Planung zunächst lose ausgelegt:






Der sanfte Kurvenlage des Bahnhofs gefällt mir so recht gut; nun kann der Kork verklebt werden und dann werden die Gleise fest montiert.
Die sichtbare Ausschnitt im letzten Bild sind gut 2 Meter ... entspricht also ungefähr 300 Metern im Original und kommt den tatsächlichen Dimensionen schon ziemlich nah.
An einer Stelle habe ich gegenüber dem Originalgleisplan zu jener Zeit gemogelt: anstelle der DKW zum Ladegleis am Güterschuppen waren dort im Original zwei Einzelweichen. Dies beizubehalten, hätte eine sehr viel engere Kurve an der linken Bahnhofsausfahrt erzwungen; die sanfte Kurve dort schien mir den Kompromiss wert.

Gruß --- Jürgen

Zackel Offline


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Beiträge: 732

18.11.2011 16:58
#2 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Das sieht ja schon mal gut aus! Die Ausfahrt Wildemann in Richtung ClZ lag beim Original on einer starken Steigung - wird das noch nachgebildet?

Jörn

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"Da steht zu befürchten, das es in Mode kommt und als ungeheuer versnobt gelten wird, den Februar in Braunlage oder Altenau zu verbringen."

jaffa Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 521

18.11.2011 17:10
#3 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Ja, unmittelbar nach der letzten Weiche beginnt die Steigung. Dazu wird das dünne 4-mm-Sperrholz entlang der Trasse bis zur Weiche eingeschnitten und unterfüttert; an der Modulkante sind dann bereits +2,5 bis 3 cm erreicht (siehe auch Plan, letzter Stand mit Höhenangaben).

Gruß --- Jürgen

jaffa Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 521

20.02.2012 15:20
#4 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Es ist mal wieder Zeit für einen Nachtrag der Baufortschritte: der Bahnhof Wildemann ist jetzt technisch komplett. Nach dem Verlegen der Gleise ist inzwischen für alle Weichen die Polarisierungsschaltung der Herzstücke und die Verstellung der Weichen mittels Stellstangen abgeschlossen. Die Z-Schaltung für die einzelnen Gleisabschnitte ist verdrahtet und mit dem Fahrregler verbunden.

Dazu die entsprechenden Bilder:


Der mittlere Bereich des Bahnhofs mit dem Fahrpult und der Frontblende mit den Stellstangen der in diesem Bereich befindlichen Weichen:


Das Fahrpult im Detail:

... die einzelnen Gleisabschnitte können hier mittels Z-Schaltung auf einen von zwei Fahrreglern geschaltet werden. Einer der Fahrregler (von Jörger) ist direkt ins Pult integriert; so wird das auf jedem Bahnhof sein. Als zweiter Fahrregler wird der (noch bessere) Heißwolf-2000-Regler als Walk-around-Regler genutzt.
Der Gleianschluss vom Steinbruch Schwarzewald wird übrigens vom Bf. Wildemann aus bedient; was ja durchaus realistisch ist, weil alle Fahrten von und nach Schwarzewald als Sperrfahrten durtchgeführt wurden.
Die Stellstangen der Weichen sind noch nicht komplett: auf die Enden der Stangen ist ein M4-Gewinde geschnitten; darauf werden Alu-Knöpfe geschraubt ... die allerdings erst noch hergestellt werden müssen.

Zu den Weichenantrieben: ich habe eine Weile getüftelt, bis ich für mich das Optimum erreicht hatte. Die Stellstangen sind jetzt aus 4-mm-Stahlstangen; sie sind generell mit einem "Knick" versehen, damit das Ende der Stellstange mittig aus der Frontblende ragt und die Übetragungsmimik zur Weiche unmittelbar unter der Platte positioniert ist. Eine Lüsterklemme auf der Stange dient als Mitnehmer für den Polarisierungsschalter, eine zweite Lüsterklemme dient als Aufnahme für den Stelldraht aus 0,8-mm-Federstahldraht:


Beim Einpassen der Stellstangen ist der Mitnehmerschalter für die Polarisierung bereits fest montiert (diese Schrauben sind nach Montage nicht mehr justierbar), während die Lüsterklemmen für den Stelldraht seitlich gedreht sind, so dass die Position nach Montage justiert werden kann:



Die ersten Testfahrten sind erfolgreich durchgeführt: keine Verdrahtungsfehler ... und alles ist sauber befahrbar.

Gruß --- Jürgen

Heidi Offline




Beiträge: 626

01.03.2012 01:01
#5 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Hallo Jürgen,

mal eine Dumme Frage:
Warum hast Du das so aufwendig gemacht?

Ich verwende das gleiche Gleissytem (Peco Code 55) Meine Weichen werden motorisch mit den Fugurex-Antrieben geschaltet. Mit 5,50 € sind die recht günstig. Die Antriebe habe ich unter der Trasse unmittelbar unter der Weiche angebracht. Selbst wenn mal ein Motor versagen sollte, lässt sich dieser problemlos austauschen. Die Antriebe besitzen zudem schon von Haus aus die Polarisierungsschalter und besitzen eine Endabschaltung. Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Von den Antrieben aus führt ein Federdraht zur Weiche, der in der Mitte der Stellschwelle verankert ist. Mit Korkunterlegung und Staubschutzkappe erreiche ich zusätzlich eine akzeptable Geräuschdämmung.

Viele Grüße
Heidi

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Warum in die Ferne schweifen wenn die Heimat doch so schön ist...........

jaffa Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 521

01.03.2012 11:31
#6 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Hallo Heidi,

nachdem das Procedere klar ist, ist der Einbau so eines manuellen Antriebs nicht mehr aufwendig. Aber es geht dabei sowieso nicht um Aufwand oder Kosten, sondern es ist eher eine Frage des »Low-Tech«-Gesamtkonzepts:
Die modular aufgebaute Anlage ist eine Walk-around-Anlage ... man bewegt sich mit dem Zug mit. Weichen werden vor Ort gestellt, dort wo sie sich befinden. Da machen elektrische Antriebe wenig Sinn.
Die Anlage simuliert die Situation in der Epoche 2; dazu passt für mein Empfinden der »Handbetrieb«. Eine zentrale Anlagensteuerung, eventuell dann noch per Gleisbildstellwerk am PC-Monitor wäre für mich ein Stilbruch. Es gibt aber doch einige Weichen, die elektrisch gestellt werden: nämlich die im Schattenbahnhof Altenau. Da wäre die Mimik in der Tat umständlich und aufwendig, weil Ein- und Ausfahrtweiche der SB-Gleise gleichzeitig gestellt werden.
Die manuellen Antriebe haben u.a. den Vorteil, dass außer dem Fahrstrom keine weitere Elektrik für den Fahrbetrieb erforderlich ist. Das erlaubt recht elegante Modulverbindungen, wie man hier an dem herausnehmbaren Brückensegment sieht, das sich an die Ladestelle Schwarzewald anschließt:


Das Brückensegment ist lediglich mit Bettgestellbeschlägen eingehängt (siehe Detailfotos hier); über diese Beschläge wird auch der Fahrstrom übertragen, wie man auf diesen beiden Fotos sieht


Hier sieht man im Überblick die mit 30 bis 35 Promille ansteigende Strecke von der Ladestelle Schwarzewald Richtung Frankenscharrnhütte:


Für die Stellstangen fehlten als Abschluss noch die Knöpfe auf den Stellstangen; jetzt gibt es zumindest den ersten Prototypen:


Da könnte man auch wieder sagen: ganz schön umständlich und aufwendig. Aber alles, was ich an Möbelknöpfen gesehen habe, war mir viel zu klobig ... und zu teuer: Stück ab 3,00 € ... während die 12-mm-Alustange in 1 Meter Länge 5,80 € kostete ... genug für mehr als 80 Knöpfe

Gruß --- Jürgen

OOK Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 4.747

01.03.2012 20:57
#7 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Manuelle Weichenstellung im Maßstab 1:160 ist auch für mich eine Überraschung. Und das, obwohl ich seit alters her meine Weichen per Weichenhebel direkt an der Weiche stelle oder aber, wo das nicht geht, per Schubstange oder Bowdenzug. Dass die von Heidi genannten Fulgurex-Antriebe so preisgünstig sind, überrascht mich. Da kann ich mir auch eine Verwendung vorstellen, wenn auch nicht zum Weichenstellen.

OOK.
Die vierte Harzer Meterspurbahn (BAE) gibts jetzt als Maxi-Buch, auch für Harzfreunde ohne Modellinteresse hochinteressant: https://shop.vgbahn.info/vgbahn/shop/die...bahn-_3723.html
_______________________

jaffa Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 521

19.03.2012 15:49
#8 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Die Innerstetalbahn zieht um. Die zu Sandwiches verschraubten Segmente sind bereits im neuen Domizil gestapelt, während der Unterbau am alten Ort gerade noch demontiert wird. Die grundlegenden Vorbereitungen im neuen Raum sind abgeschlossen: Korkparkett verlegt, Wände gestrichen, Beleuchtung mit 120er Leuchtstoffröhren angebracht ...


... und so wird sich die Anlage um zwei Balken herumfädeln:



Der Raum passt mit seinem nostalgischen Charme gut zu dem Epoche-2-Motiv. Der Schnitt des Raumes macht es notwendig, die Anlage um zwei Balken »herumzufädeln«. Unterhalb der 4er-Fensterreihe ist eine lichte Höhe von ca. 125 cm, das Fenster rechts im Kniestock wird »brutal« zugebaut. Die Anlage muss gegenüber ihrem bisherigen Standort um ca. 10 cm abgesenkt werden; der sichtbare Teil startet also in Wildemann künftig bei knapp 110 cm und endet in CLZ bei knapp 130 cm.

Gruß --- Jürgen

jaffa Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 521

02.04.2012 10:20
#9 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Artig komme ich meiner Dokumentationspflicht nach: die ITB ist im neuen Domizil jetzt wieder auf dem Stand wie vor dem Abbau.
Das heißt konkret ...

... der Unterbau steht (wegen der Lage der Heizkörper und auf Grund des »Tieferlegens« der Anlage musste der gesamte Unterbau verändert werden) und die Modulkästen sind wieder aufgelegt und verschraubt. Die Anlage im Überblick:


... und der technisch bereits fertiggestellte Bereich von Wildemann bis Silbernaal/Medingschacht im Detail:


Wegen der Lage des Stützpfeilers mitten im Raum musste eine Anpassung der Modulkästen vorgenommen werden ... beim Verbindungssegment zwischen FSH und CLZ wurde ein 90 mm breites Zwischenstück eingefügt:


Dadurch, dass die Anlage nicht den gesamten Raum ausfüllt, die Werkstattarbeitsplätze üppiger dimensioniert sind und sich der glatte Korkboden besser sauber halten lässt, ist das Arbeiten natürlich angenehmer und geht flotter von der Hand. Ich bin also optimistisch, was die weiteren Arbeitsfortschritte anbetrifft.

Ich überlege gerade, für die (analoge) Steuerungstechnik in den Bahnhöfen eine Änderung vorzunehmen: bei Wildemann ist es so, dass gesondert von der Weichenstellung, Gleisabschnitte stromlos oder per Z-Schaltung auf einen von zwei Fahrreglern geschaltet werden. Das könnte im »Betriebsalltag« etwas hakelig und umständlich werden. Eine Alternative könnte sein, über einen 2-poligen Schalter an den Weichen nicht nur die Polarität, sondern auch den Fahrstrom auf das freigegebene Gleis zu schalten. Nachteil wäre, dass dann keine Z-Schaltung mehr möglich ist. Das könnte man kompensieren, indem generell das Überholungs-/Kreuzungsgleis auf einen und alle anderen Bahnhofsgleise auf den anderen Reglern gelegt werden. Ob das betrieblich eine sinnvolle Lösung ist, bleibt abzuwarten ... oder die Betriebsprofis im Forum haben dazu eine Meinung?!

Gruß --- Jürgen

Volka Offline




Beiträge: 3.708

02.04.2012 20:09
#10 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Hallo Jürgen,

ist die Anlage auch in ein anderes Haus umgezogen? Nach Andreasberg vielleicht? Sie scheint jetzt ja in einem wesentlich größeren und represätativeren Zimmer sich zu befinden als zuvor. Auch scheint noch Platz für Erweiterungen zu sein.

Viele Grüße

Volker

jaffa Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 521

02.04.2012 21:43
#11 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Radio Eriwan antwortet: im Prinzip ja, aber ...

... ein anderes Haus, aber nicht Andreasberg
... vorher: Zimmer in Mietwohnung, jetzt: Dachgeschoss im Anbau von unserem »Landhaus« an der westlichen Peripherie Hannovers
... Platz vorhanden: ja, aber Erweiterungen definitiv nicht geplant (auch ohne Erweiterung ist das ein Haufen Arbeit)

Gruß --- Jürgen

Zackel Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 732

03.04.2012 04:16
#12 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Besonders bemerkenswert finde ich die seltene Aufnahme der legendären Zellerfelder Kreisbahn im letzten Bild. Ich wusste bisher gar nicht, dass die zweigleisig war! *duckundweg*

LG

Jörn

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"Da steht zu befürchten, das es in Mode kommt und als ungeheuer versnobt gelten wird, den Februar in Braunlage oder Altenau zu verbringen."

Zackel Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 732

03.04.2012 09:35
#13 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Volka hat mich gerade auf die Namen der beiden Strecken der legendären Zellerfelder Kreisbahn gebracht:



Sorry, Jürgen - wir sollten uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren...

LG

Jörn, der jetzt genug Aprilscherze getrieben hat.

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"Da steht zu befürchten, das es in Mode kommt und als ungeheuer versnobt gelten wird, den Februar in Braunlage oder Altenau zu verbringen."

Volka Offline




Beiträge: 3.708

03.04.2012 10:58
#14 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Innerstebahn / Außerstebahn - ich lach mich schlapp :-D

jaffa Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 521

03.04.2012 12:00
#15 RE: Innerstetalbahn / Oberharzbahn: Baufortschritte antworten

Zitat von Volka
Innerstebahn / Außerstebahn - ich lach mich schlapp :-D


... schließe mich vorbehaltlos an!

Aber hören wir, was Radio Eriwan dazu sagt:

Zitat von Radio Eriwan
Im Prinzip ja, aber erstens ist es die Frankenscharrnhütter Kreisbahn und zweitens ist sie nicht doppelgleisig, sondern innen schmalspurig/Meterspur und außen Regelspur


Gruß --- Jürgen

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