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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 948 mal aufgerufen
 Harz: Nicht-Eisenbahniges
Stefan Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 131

15.03.2012 20:26
Hexenexperiment auf dem Brocken anno 1932 antworten

Hexenexperiment auf dem Brocken



Originalbildunterschrift von Juni 1932:
Interessante Hexenversuche in moderner Zeit ! Auf dem Brocken im Harz unternahm der bekannte englische Prof. Harry Price, zum erstenmal ein grosses Experiment, um den mythischen Glauben alter Sagen zu untersuchen und zu entkräften. Als Experiment diente die alte Sage, dass in einer Vollmond-Nacht ein Ziegenböcklein auf dem Brocken durch eine Jungfrau reinen Herzens in einen bildschönen Jüngling verwandelt wurde. Das magische Dreieck auf dem Brocken, in welchem die Hexen-Experimente stattfanden. Prof. Price mit dem jungen Ziegenbock neben ihm Prof. Joad und Fräulein Urta Bohn die Jungfrau reinen Herzens, welche das Experiment ausführten.
Quelle Wikipedia / Bundesarchiv


Photograph of Harry Price, C. E. M. Joad and Fraulein Urta Bohn at the preparations for the black magic experiments on the Brocken, 18 June 1932 (the Brocken Experiment) from Mary Evans
Quelle Amazon UK


Erklärung zum Bild aus dem hexen-forum:
Teufel - Bericht über einen modernen Versuch der Teufelsbeschwörung

Wernigerode, Deutschland. Eine Gruppe bedeutender deutscher und englischer Forscher auf dem Gebiet übersinnlicher Phänomene bestieg in der vergangenen Nacht den Brocken, Deutschlands Zauberberg, um dort mit Hilfe eines alten Rituals zu versuchen, einen Bock in einen jungen Mann zu verwandeln. Aber aus irgendeinem Grund blieb der Erfolg aus ...
Nun - man bedenke, dass Hexen seit Menschengedenken auf dem Brocken verkehren. Man erinnere sich auch daran, dass sogar Goethe in seiner Fausttragödie erklärt, der Brocken sei ein Ort, wo Ungewöhnliches geschähe:

Die Hexen zu dem Brocken ziehen, Die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün, Dort sammelt sich der große Hauf, Herr Urian sitzt oben auf.

Wie es die Zauberformel verlangte, führte man den Bock an einer silbernen Kordel in den magischen Kreis. Nachdem er gesalbt worden war, warf man ihm ein weißes Laken über. Sodann dröhnte Harry Price, Direktor des National Laboratory of Psychic Research (nationale Forschungsstätte für parapsychologische Untersuchungen) in London, mit seltsam monotoner Stimme: "Eins!", dann zählte er mit genau den richtigen Pausen bis zehn weiter.

An die Hundert wegen des aufsteigenden Nebels in Mäntel gehüllte Zuschauer sahen atemlos zu .
Die reine Jungfer zog das weiße Laken herunter.

Und da stand der Bock, nicht gerade in bester Verfassung mit all dem Blut und Honig und dem Abgeschabten von Kirchenglocken, und zitterte vor Kälte.

Die Zuschauer klatschten herzlich Beifall, und die Forscher verkündeten, sie seien mit dem Ergebnis zufrieden.

Sie hätten ohnehin nicht erwartet, dass der Zauber wirken werde. Es habe sich nur darum gehandelt, durch ein gewissenhaftes Experiment zu beweisen, dass an diesen ganzen Hexereigeschichten nichts dran sei.

Washington Star. 28. Juni 1932

Quelle hexen-forum

Stefan

Reiner Offline




Beiträge: 2.665

23.03.2012 21:42
#2 RE: Hexenexperiment auf dem Brocken anno 1932 antworten

Hallo Stefan,
ich sage einfach mal obwohl ich es schon kannte, "Danke"
Habe ich einfach verpasst.

Beste Grüße Reiner

kuno Offline



Beiträge: 1.250

21.04.2012 13:55
#3 RE: Hexenexperiment auf dem Brocken anno 1932 antworten

Zum 80-jährigen Jahrestags dieses Ereignisses veröffentlichte kürzlich die NWZ (Neue Wernigeröder Zeitung) in Ihrer Ausgabe 8/2012 einen 2-seitigen Artikel hierüber.
Wahrscheinlich war dieses Brockenexperiment bei genauerem Hinsehen sogar nur eine Werbeveranstaltung des Harzer Verkehrsverbands, speziell für das damalig groß beworbene Goethejahr 1932 mit dieser Inszenierung als Reminiszens an Faust. Denn das Experiment von Harry Price misslang, wie war es anders zu erwarten, zumal er einige (absichtliche?) Fehler machte.
Price soll bei der Veranstaltung auch nicht mit dem nötigen Ernst an die Sache herangegangen sein. Viele Grundlagen seiner Theorie konnten nicht nachgewiesen werden bzw. stellten sich als Fälschung heraus. So ist bis heute das von ihm zitierte "Hochdeutsche Schwarze Buch" in keiner Bibliothek der Welt vorhanden; dieses Nichtauffinden passte wohl genau in sein Schema der Irreführung.

Was bleibt, auch heute nach 80 Jahren, sind wilde Spekulationen und Hexenglaube, die jeglicher Grundlage entbehren.

Gruß
Jörg

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