Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Harzbahn Forum
http://115518.homepagemodules.de/

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 499 mal aufgerufen
 Harzer Meterspur zur DR-Zeit (1949 -1991)
kuno Offline



Beiträge: 1.353

26.08.2012 21:44
zur Wildfütterung nach Schierke mit der Bahn Antworten

Hallo zusammen,
in einem DDR-Harz-Reiseführer aus den 1980er Jahren habe ich gelesen, dass einst von der Harzquerbahn Sonderfahrten nach Schierke organisiert wurden, um Touristen das Vergnügen zur Wildbeobachtung zu geben. Gegenüber vom Bahnhof hatte der Wirt eine Wildfütterstelle angelegt. Nach Eintreffen des Sonderzuges wurde den Gästen im Bahnhofslokal ein Abendbrot serviert, und bei einem Glas Hasseröder Bier wartete man auf die Fütterung. Von den Fenstern der Bahnhofsgaststätte aus war das Herannahen des Wildes sehr gut zu beobachten. Der Wirt schaltete seine Scheinwerferanlage ein, damit die Zuschauer alles aus nächster Nähe sehen konnten, ohne sich kalte Füße zu holen. Nach einigen Stunden ging es mit dem Sonderzug wieder zurück ins Tal.

Leider gibt der Verfasser keine zeitliche Einordnung wie z.B. eine Jahreszahl an, wann solche Züge gefahren sind. In dem Reiseführer ist noch beiliegendes Foto der Lok 99 7239 abgebildet, was aber nicht in Schierke aufgenommen wurde.

Gruß
Jörg

edit: und das 2. angehängte Bild könnte das Personal des Sonderzugs zeigen, das sich die Zeit des Wartens in Schierke während der Wildfütterung mit dem Kartenspiel vertreibt!

Angefügte Bilder:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
 239.jpg  Kartenspieler.jpg 
Reiner Offline




Beiträge: 2.921

27.08.2012 05:44
#2 RE: zur Wildfütterung nach Schierke mit der Bahn Antworten

Das gab es im Grenzgebiet in diesem Zeitraum nicht Jörg, da unterlag alles der strengen Grenzordnung.
Zu den Bildern: das 1. in Eisfelder Talmühle, das 2. links der Zugführer Helmut Selters aus Benneckenstein, der rechte sagt mir nichts.
Die einzigste Wildfütterung welche auch Beleuchtet war und im Grenzgebiet stand war die in Sorge gegenüber des neuen Bahnhofs.
Dort wurden aber keine Sonderzüge hin gefahren, sondern für die Feriengäste die aus der Ortslage dort hinschauen konnten.
Nachts durfte im Grenzgebiet eh keiner außerhalb der Ortschaften außen rumlaufen.
Die Fütterung dort stand über den ehemaligen Steinbruch.

Beste Grüße vom Reiner.

kuno Offline



Beiträge: 1.353

27.08.2012 21:09
#3 RE: zur Wildfütterung nach Schierke mit der Bahn Antworten

Reiner,
danke dir für deine Erläuterungen!
Ich hatte beim Lesen des Artikels auch schon meine Zweifel wegen des Sperrgebiets. Aber der Autor sprach von "einst", es kann also auch noch vor 1961 gewesen sein, dass solch eine Wildbeobachtung in Schierkes Bahnhofsnähe existierte.
Die Fütterung in Sorge ist auch mir bekannt. Ich stimme dir zu, dass hier garantiert kein Schaubeobachten von Wild mit Scheinwerferbeleuchtung möglich war wegen der absoluten Grenznähe.

Toll finde ich, dass du den (ehemaligen) Zugführer auf dem Bild wiedererkannt hast. Der Herr rechts im Bild allerdings kommt mir irgendwie bekannt vor, erst dachte ich, es wäre Holger Prochnow in jungen Jahren.

Gruß
Jörg

Reiner Offline




Beiträge: 2.921

28.08.2012 10:00
#4 RE: zur Wildfütterung nach Schierke mit der Bahn Antworten

Hallo Jörg,
aus alten Büchern ist von der Vorkriegszeit die Rede gewesen. Und das glaube ich auch.
Die Fütterung in Sorge war aber beleuchtet, konnte man schön vom Zug aus erkennen.
Was meinst du wieviel Wild dort immer war.
Zur der Zeit wo das Bild gemacht wurde, war Holger Prochnau gerade erst geboren oder noch Kind.
Ich meine jetzt das es der Lokheizer Peter Walter sein könnte. Der war nicht all zu lange dabei.
Karten wurde damals viel in den Zugpausen gespielt.

Beste Grüße vom Reiner.

kuno Offline



Beiträge: 1.353

01.09.2012 10:33
#5 RE: zur Wildfütterung nach Schierke mit der Bahn Antworten

Riesen-Zufallsfund in ebay:





Eben per Sofortkauf (1 Euro!!!) erworben.
Leider ist das Jahr auf Poststempel nicht lesbar. Scheint aber vor dem 2. WK zu sein.

Gruß
Jörg

Reiner Offline




Beiträge: 2.921

01.09.2012 10:48
#6 RE: zur Wildfütterung nach Schierke mit der Bahn Antworten

Danke Jörg,
schön das auch die Feuersteinklippe zu sehen ist.
Eindeutig aus der Vor DDR Zeit.

Beste Grüße vom Reiner.

schmalspurloethi Offline



Beiträge: 646

01.09.2012 23:06
#7 RE: zur Wildfütterung nach Schierke mit der Bahn Antworten

Hallo Jörg,

was bist Du doch für ein Glückspilz. Das ist mindestens ein Sechser im Lotto wenn nicht mehr und eine Punktlandung dazu.

Gruß Henning

kuno Offline



Beiträge: 1.353

02.09.2012 09:45
#8 RE: zur Wildfütterung nach Schierke mit der Bahn Antworten

Ja, Henning, das habe ich auch so gedacht,
es wäre allerdings schön, in anderen Bereichen des Lebens auch einmal so viel Glück zu haben...

Noch einmal zu dem Bild mit der Fütterung:
wie Reiner schon entdeckte, sind links im Hintergrund die Feuersteinklippen zu erkennen.
Ich nehme an, dass der angedeutete Zaun im Vordergrund die Kante zum Bahngleis darstellt, demnach die Fütterung tatsächlich unmittelbar gegenüber dem Bahnhof gelegen hat.
Damit Züge den Blick auf den Fütterungsbetrieb nicht störten, mussten sie wahrscheinlich etwas abseits des Bahnsteigs abgestellt worden sein.

Gruß
Jörg

 Sprung  

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz