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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 172 mal aufgerufen
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viereKa Offline



Beiträge: 513

20.08.2013 21:14
Tagesverlauf eines Ruheständlers antworten

Hallo,
gestern sollte es soweit sein. Die Mitfahrt auf einer Dampflok zum Brocken als Abschiedsgeschenk der Kollegen anläßlich der Verabschiedung in den Ruhestand.
Also klingelte nach längerer Zeit mal wieder der Wecker und bald darauf wurde die HEXE genutzt um nach Wernigerode zu kommen. Die Fahrkarten waren schnell erworben, aber warum sollte ich eine Stunde vorher kommen? Damit Ruheständler keine Langeweile bekommen, lassen sich die Modellbahnfreunde im Modellbahnclub immer etwas einfallen. Also begann eine Wanderung im Regen nach WR Westerntor. Vorallem aber erstmal ein Blick, welche Dampflok dann "vorbereitet" wurde und so konnte man die 99 7235 schon mal in Augenschein nehmen.
In Westerntor angekommen wurde kurz verschnauft und das Wetter beobachtet. Glüclicherweise hörte es mit regnen auf und über dem Harz zeigte sich sogar ein Stück blauer Himmel. "Wenn das Stück blauer Himmel so groß ist, dass man eine Hose daraus schneidern kann, so wird das Wetter schön", sagte meine Lieblingstante immer. Sie sollte auch diesmal Recht behalten, auch wenn der Wetterbericht dies nicht so wollte.
Also Abmarsch in das Gleisfeld und 2 Wagen vermessen, wobei ich aber nur einen Wagen vermessen brauchte. Der andere ist identisch und zu gegebener Zeit wird man darüber auch hier wieder etwas lesen. Übersehen habe ich dabei, dass 187 015 ein Gleis weiter stand.
Dann wurde der Triebwagen zurück nach WR Hauptbahnhof genutzt. Dabei traf ich dan noch eine netten Schreiber aus dem Bimmelbahnforum und in WR begutachtete ich dann "meine" ersten Zug.
Mutig wie ich war wurde nach Drei-Annen der Cabriowagen benutzt. Wieso mußte ich da aber noch einen Euro Zuschlag bezahlen? Das Ding ist die Hälfte eines Personenwagen, dem fehlt das Dach trotzdem kostet es mehr, als mit einem Dachwagen? .
In Drei-Annen dann das Schauspiel des Loktausches, oder Wagenkettenwechsels, je nach Standort.
Nach dem Wassernehem und dem Ankuppeln konnte ich auf die Lok und dann ging es auch gleich los.

Die Geräuschkulisse war sagenhaft. Einfach nur herrlich, wie diese Technik ihre Kraft lautstark auf die Gleise brachte. Das muss man genießen und so wurde nur ab und an gefilmt oder eine Aufnahme gemacht. Begeistert war ich von der fast schon balletartigen Beschickung des Feuers. Die Kohlen flogen in eine genau vorgegeben Richtung und machten dabei auch noch einen Bogen in der horizantalen Richtung. Respekt ! und ich denke, auch nur der leiseste Versuch, dass ich eine Schaufel reingeworfen hätte, hätte so lange gedauert, dass der Dampfnachschub sicher nur schwer wiederherstellbar war.Es gab praktisch keinen festen Punkt auf der Lok, alles rüttelte im Rhytmus der Dampfmaschine. Lokfüher und Heizer verdienen hier wirklichen Respekt für ihre schwere Arbeit.
Nicht schlecht wäre es, wenn ich in meinem nächsten Leben auch als Dampflok geboren werden würde. Da darf man ohne Meckerei was wegsaufen und so wurde bereits in Schierke nochmals der Wasservorrat ergänzt.
Und dann ging das Spektakel von neuem los. Goethes Faust hätte seine Freude an dem Spektakel. Die Hexen und Teufel würden diese Geräuschkulisse niemals schaffen. Aber nicht nur die Geräusche, nein auch der Duft des Abdampfes, vermengt mit den Rauchgasen ist mehr wert als eine Dose Schnüffelnitro. (Obwohl es mir im Tunnel im Cabrio doch ganz schon den Atem genommen hat). Vorbei am wartenden Zug im Goetheweg wirbelten die Stangen des Triebwerkes der Maschine den Zug immer mehr den Berg hinauf.
Und so kam dann, was kommen mußt. Die Ankunft auf dem Brocken.
Schnell noch ein Foto als HiHeiWi (Hilfsheizerwilli) gemacht und schon wurde die Maschine für die Talfahrt umgesetzt.
Für mich kam aber erstmal die obligatorische Erbsensuppe in Betracht und da das Wetter sich von allen Seiten zeigt (Nebel, klarer Himel mit guter Sicht ins Flachland, tiefliegende Wolken) stand fest, dass ich bis zum erneuten Aufstieg von 99 7235 auf dem Brocken bleibe. Da entstanden dann auch Aufnahmen von der Bergerklimmung der 2 folgenden Züge, bzw. von der Abfahrt.
Die Zeit verging dann doch recht schnell, 99 7235 war wieder da und noch einmal lichtete ich sie beim Umsetzen in Verbindung mit den Brocken-Glocken-Blumen ab.
Die Abfahrt verlief dann in der gwohnten Weise als Fahrgast und erstmalig wurde ich auch in den Goetheweg "hineingeschoben"..Da ich in WR bis zum Zug nach Halberstadt noch Zeit hatte, wurde nochmals ins Bw geschaut. Dort sah ich dann die 99 6101. Man wird es mir nicht glauben, aber diese Lok ist mir noch nie vorher vor die Augen gekommen.
Die Rückfahrt hat mich überrascht. Abfahrt 18.43 Uhr , Ankunft 19,12 Uhr am Endpunkt, dabei noch 8 Minuten Umsteigezeit in Hauptbahnhof. Das ist mit dem Auto nicht zu schaffen...wenn nur nicht die lange Zeit bis zur Abfahrt der RE gewesen wäre.
Alles in Allem ein sehr schöner Tag, mal schauen ob Jobangebote für den Heizerjob kommen
So macht Ruhephase leben Spaß
cu
Hans-Jürgen

Angefügte Bilder:
99 7235.jpg   Hilfsheizer.jpg   Auf zum Hauptbahnhof.jpg   gleich gehts los.jpg   Umsetzen.jpg   Brocken.jpg   Brockenabstieg.jpg   Brockenaufstieg.jpg   Brockenstilleben.jpg   Abendruhe.jpg  
grüner Offline




Beiträge: 742

20.08.2013 21:35
#2 RE: Tagesverlauf eines Ruheständlers antworten

Hallo Hans-Jürgen

Na geht doch, warum hat das nun sooo lange gedauert Dich endlich von den knaddernden Treibhängern wegzulo(c)ken ?
So eine Dampflok hat doch was !!
Und übrigens, ganz so schwierig ist das gar nicht die Kohle dorthin zu werfen wo sie gerade hin soll ;-)

Pfiffchen
René

Boerman Offline




Beiträge: 763

20.08.2013 22:08
#3 RE: Tagesverlauf eines Ruheständlers antworten

Moin Hans-Jurgen,

Da kannst Du hoffentlich noch lange geniessen von denn Hobby

Lammert

Reiner Offline




Beiträge: 2.623

20.08.2013 23:22
#4 RE: Tagesverlauf eines Ruheständlers antworten

Wenn du noch mal im 2. Leben Dampflok wirst cu, dann werde ich doch noch mal Lokführer obwohl ich das nicht wollte.
Dann kann ich dich schön knechten. Da reden wir mal am 21.09. drüber.

Beste Grüße Reiner

viereKa Offline



Beiträge: 513

21.08.2013 10:07
#5 RE: Tagesverlauf eines Ruheständlers antworten

Hallo Reiner,
darauf sage ich nur:
Undichte Schieberbuchsen, reißende Stehbolzen, verdrecktes Saugzugrohr, heiß werdende Lager an der Steuerung und den Achsen, klemmender Reglerzug,übermäßiger Wasserverbrauch, schwergängige Steuerung...
Wer sitzt denn da am längeren Hebel ??
Natürlich nicht alles auf einmal, immer schön verteilt auf der Fahrt nach oben.
cu
Hans-Jürgen

grüner Offline




Beiträge: 742

21.08.2013 20:46
#6 RE: Tagesverlauf eines Ruheständlers antworten

Hallo Hans-Jürgen

Bei solch extremer Störanfälligkeit musst Du dann wohl aufpassen nicht gleich z - gestellt zu werden

Pfiffokowski

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