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Dieses Thema hat 23 Antworten
und wurde 1.159 mal aufgerufen
 Harz-Bilderrätsel (ohne Bahnbezug)
Seiten 1 | 2
Reiner Offline




Beiträge: 2.780

09.08.2016 18:53
#16 RE: Der moderne neumodische Wald--Die Auflösung. antworten

Hallo Otto!
Vielleicht schauen ja hier im Rätselthread nicht alle unbedingt rein um ein solches Thema zu suchen.
Einfach mal bei "Harzkunde • Landschaft • Wirtschaft • Kultur" eine Spalte (Unterthema) Nationalpark errichten und da noch mal posten.

Beste Grüße Reiner

Harzwanderer Offline



Beiträge: 952

10.08.2016 09:43
#17 RE: Der moderne neumodische Wald--Die Auflösung. antworten

Guten Morgen Otto,

dann will ich mich mal zu Deiner Frage äußern: ein solches Unterforum kann (von mir aus) gern eingerichtet werden. Wie intensiv es genutzt wird, werden wir ja dann sehen. "Probieren geht über studieren."

Trotzdem ist natürlich die Frage, wozu das Unterforum denn eigentlich dienen soll? Ich könnte mir z.B. vorstellen:
- über alle möglichen Entwicklungen im Nationalparkgebiet (positive wie negative!) zu informieren
- oder aber den allgegenwärtigen Frust über den Nationalpark loszuwerden.

Letzteres fände ich nicht so toll. Ich selbst finde eine ganze Reihe Dinge im Nationalpark nicht gut - aber grundsätzlich bin ich sehr froh, dass es ihn gibt. Ich würde ihn mir nur anders / besser wünschen. Ich bin auch öfters im benachbarten Hainich, und dort der Nationalpark funktioniert m.E. deutlich besser. Man scheint dort eher nach dem Motto zu arbeiten: "Die Natur FÜR den Menschen bewahren." Im Nationalpark Harz dagegen hat man eher den Eindruck, es geht darum, "die Natur VOR dem Menschen bewahren."

Und dann ist außerdem die Frage, ob das Unterforum irgendwas bewirken soll. Da hätte ich nämlich Zweifel. Wir können hier trefflich diskutieren und uns in die Wolle kriegen usw. - eine Außenwirkung hat das erst mal nicht. Da könnten wir auch den Mond anbellen - ändern wird das nix. Wenn man den Nationalpark ändern will, muss man direkt an ihn rangehen, bzw. an die politischen Gremien, denen er unterworfen ist. Und selbst das würde wohl ein sehr zähes Geschäft werden.

Aber trotz alldem - ein Unterforum "Nationalpark" wäre hier nicht schlecht. Ich würde sicherlich hin und wieder dort posten (obwohl ich - leider - viel zu selten im Harz bin...)
LG Bernd

Harzwanderer Offline



Beiträge: 952

10.08.2016 09:58
#18 RE: Der moderne neumodische Wald--Die Auflösung. antworten

Zitat von OOK im Beitrag #11

...
Das kann nicht so stimmen, denn gerade vorgestern machte ich im niedersächsischen Teil des NP die folgenden vier Bilder.
...

Zitat
Die wenigen Waldwege die übrig bleiben werden Systematisch durch schwere Forsttechnik zerstört kaum noch repariert und laden dann auch nicht mehr zum wandern ein. Diese Entwicklung finde ich sehr bedenklich. Der Nationalpark entwickelt sich immer mehr zum Fluch statt zum Segen.

Diesem Standpunkt nähere auch ich mich mehr und mehr. ...



Auch ich finde diese zerfahrenen Wege absolut ärgerlich und unnötig. Jedoch: das hat wenig mit dem Nationalpark zu tun.
Ich habe solche zerfahrenen Wege genauso außerhalb des Nationalparks angetroffen (letztens z.B. auf einem Radweg südlich Elend ... DAS war eine Schlammschlacht ... so ein Mist), oder im Frühsommer auch im Thüringer Wald nahe Oberhof (mitten in der Touristenregion, augeschilderte Wanderwege völlig zerfahren). Ist also keine "Spezialität" des Nationalparks.

Bzgl. Nationalpark gibt es halt Unterschiede: es gibt die Kernzone, wo wirklich keine Forstwirtschaft mehr gemacht werden darf. Und der Wanderer auf den Wegen bleiben soll.
In allen anderen Gebieten, die im Nationalpark sind, aber keine Kernzone, darf weiter Forstwirtschaft gemacht werden. Dafür dürfen wir (Wanderer) auch weiter den ganzen Wald erkunden.
Diese "erlaubte" Forstwirtschaft bedeutet m.E. nicht, die Wege so zu hinterlassen wie auf den Fotos. Aber dagegen helfen wohl keine Beiträge hier, sondern böse Briefe an die lokalen Zeitungen + den Nationalpark selbst. Einfach die Fotos mit rein, kurze Orts- und Zeitangabe, und ein paar bitterböse Sätze dazu. Kann ruhig polemisch sein ("Natur Natur sein lassen - sieht das dann so aus??"). Die Zeitungen drucken sowas gern. Und das erzeugt dann vielleicht den Druck, dass sich der Nationalpark oder die zuständige Forstwirtschaft drum kümmert.

LG Bernd

nettetal Offline



Beiträge: 303

16.08.2016 10:34
#19 RE: Der moderne neumodische Wald--Die Auflösung. antworten

Hallo,

So wenig "schön" manche Spuren der Forstwirtschaft sind, so ergeben sie sich zumeist aus den wirtschaftlichen Zwängen.
Eine richtig goldene Nase kann man derzeit wohl nicht mit Forstwirtschaft verdienen... und das schränkt dann die Möglichkeiten
des richtigen Zeitpunktes und der schonensten Technik stark ein.
Gottseidank nutzt die Natur vielfach solche "Schäden" auch als Chance für Neues...

Zwar deckt sich - aus Gewohnheit - meine Vorstellung eines schönen Wanderweges zumeist mit einem Forstweg im guten Zustand,
aber eigentlich ist der "schöne Forstweg" doch schon eine ziemlich brutale Schneise in die Natur....

In Norwegen habe ich Wanderwege, wenn es sie den überhaupt gibt, nur als Trampelpfad kennengelernt...
.... in anderen Teilen der Welt wären unsere Forststrassen gute Fernstrassen.....

Wegebau und Unterhaltung ist nicht billig... und man bekommt das, wofür man bezahlt....

Sicherlich ist der Wegezwang im Nationalpark im Einzelfall wenig verständlich, aber in täglich und tausendfacher
Missachtung hätte es eben doch Auswirkungen....

mit nachdenklichen Grüßen aus dem
Nettetal

Jens

Reiner Offline




Beiträge: 2.780

16.08.2016 21:23
#20 RE: Der moderne neumodische Wald--Die Auflösung. antworten

Ich hab da noch ein Interessantes Bild.

Baum mit Raketenantrieb in der Kernzone des Nationalparks.

Beste Grüße Reiner

Reiner Offline




Beiträge: 2.780

31.08.2016 10:20
#21 Kopie einerZeitungsmeldung zum Nationalpark antworten

http://www.volksstimme.de/lokal/werniger...-wald-im-wandel


Nationalpark Harz
Wald im Wandel
30.08.2016

Forstwirte des Reviers der Rotte Acker im Einsatz im Wald an der B 4. Im Frühjahr und Herbst werden die Bäume jeweils überprüft, ob sie durch den Befall des Borkenkäfers so stark geschädigt sind, dass sie gefällt werden müssen. Foto: Sabine Bauling/Nationalpark Harz

Forstwirte des Reviers der Rotte Acker im Einsatz im Wald an der B 4. Im Frühjahr und Herbst werden die Bäume jeweils überprüft, ob sie durch den Befall des Borkenkäfers so stark geschädigt sind, dass sie gefällt werden müssen. Foto: Sabine Bauling/Nationalpark Harz

Der Nationalparkwald im Harz ist stetig im Wandel - durch den Befall mit Borkenkäfern und Umforstung. Neuerdings auch durch Vandalismus.
Von Ingmar Mehlhose ›

Wernigerode/Ilsenburg l „Immer wieder erregt das Fällen der toten Fichten entlang der Bundesstraßen 4 und 242 Aufsehen“, sagt Sabine Bauling. Sie ist Leiterin des Fachbereichs Waldbehandlung und Wildregulierung der Nationalpark-Verwaltung Harz.

In diesen, meist innerhalb der Naturdynamikzone liegenden Gebieten, werden eigentlich keinerlei forstliche Arbeiten mehr ausgeführt. Prozesse wie zum Beispiel die Entwicklung des Borkenkäfers sollen ungehindert ablaufen können. Die Wernigeröderin: „Eine Ausnahme ist die Gewährleistung der Verkehrssicherung entlang von öffentlichen Straßen.“ Das bedeutet, die durch den Käferbefall abgestorbenen Bäume müssen zeitnah beseitigt werden. Sie verrotten rasch und werden instabil.
400 Fichten gefällt

Seit Anfang 2016 sind rund 400 Fichten aus allein diesem Grund gefällt worden. Die meisten haben es auf ein Alter von 80 bis 150 Jahre gebracht. Sabine Bauling: „Die ältesten am Oderteich waren etwa 300 Jahre.“
Bilder

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Besonders im Ilsetal treiben seit einigen Monaten verstärkt Vandalen ihr Unwesen. Schilderbäume wie dieser werden aus ihrer Verankerung gerissen und zertrümmert. Foto: Sabine Bauling/Nationalpark Harz

Besonders im Ilsetal treiben seit einigen Monaten verstärkt Vandalen ihr Unwesen. Schilderbäume wie dieser werden aus ihrer Verankerung gerissen und zertr&#x...

Die Stämme bleiben liegen, weil in der Naturdynamikzone keine Aufarbeitung des Holzes erfolgt. Die Bereichsleiterin: „Wer die Dinge aufmerksam beobachtet, wird noch einen weiteren positiven Nebeneffekt beobachten.“ Im Verhau der gefallenen Riesen entwickeln sich neben den Nadelbäumen auch Ebereschen und andere Laubgewächse. Ungestört, denn das Wild kommt nicht an sie heran.
Fällungen meist unter Zeitdruck

Sabine Bauling: „Es ist beeindruckend, wie rasch sich die Waldbilder entlang der Straßen verändern.“ Der zunehmende Lichteinfall beschleunigt die Entwicklung und das Wachsen neuen Lebens, natürlichere Strukturen entstehen.

Die Fällungen werden durch eigenes Personal vorgenommen. Acht Forstwirte inklusive Revierleiter gehören zu einer Rotte, wie solch ein Team fachlich bezeichnet wird. Unterstützt werden die Beschäftigten durch einen Unternehmer, der einen Rückeschlepper steuert. Die Verkehrssicherung ist sehr aufwendig und verlangt den Kollegen eine Menge ab. Die Leiterin: „Zum einen durch den Zeitdruck, da die Sperrungen nur befristet sind.“ Andererseits handelt es sich um Arbeiten in schwierigem Gelände.
Fichten durch Buchen ersetzt

Doch nicht nur entlang der Straßen nimmt der Nationalparkwald stetig ein anderes Aussehen an. Immer stärker wird die nadelige Monokultur durch Laubgehölze ersetzt. Sabine Bauling: „2014 haben wir 695 000 Buchen gepflanzt, im vergangenen Jahr 500 000 und diesem Frühjahr 200 000.“ Ab Oktober werden noch 500 000 weitere Setzlinge folgen.

Während die Waldentwicklung Anlass zur Freude gibt, wächst in einem anderen Punkt der Verdruss. Die Fachbereichsleiterin: „Wir haben es seit einigen Monaten zunehmend mit Vandalismus zu tun.“ Speziell im Raum Ilsenburg wurden zehn Fälle registriert. Weitere, noch unentdeckte dürften hinzukommen. Betroffen ist unter anderem der Borkenkäferpfad, wo Schilderbäume herausgerissen und zertrümmert wurden.
Wanderer um Mithilfe gebeten

Kosten pro Stück inklusive Lohn, Fräsen und Transport rund 800 Euro. Anzeige bei der Polizei wegen Sachbeschädigung wurde erstattet. Bisher leider ohne Ergebnis. Sabine Bauling bittet Wanderer deshalb, genauer hinzuschauen und eventuelle Beobachtungen sofort zu melden. Auch im Sinne ihrer Kollegen in der Werkstatt im Drängetal. Die fortwährenden Reparaturen wirken sich negativ auf deren Motivation aus. Außerdem fehlt anderswo eigentlich dringend benötigtes Material.

Und: Ortsunkundige könnten wegen der fehlenden Ausschilderung schnell in eine gefährliche Situation geraten. Sich verirren oder sogar einen Abhang hi-nunterstürzen. Sabine Bauling: „Es heißt zwar, der Wald hat tausend Augen. Hier fehlen uns offensichtlich aber noch ein paar.“

Beste Grüße Reiner

Reiner Offline




Beiträge: 2.780

14.10.2016 16:54
#22 RE: Kopie einerZeitungsmeldung zum Nationalpark antworten

http://regionalgoslar.de/brockenstrasse-...fer-zerfressen/

Brockenstraße: Viele Fichten vom Borkenkäfer zerfressen

Harz. Wie die Nationalparkverwaltung mitteilt, werden zwischen dem 10. Oktober und dem 21. Oktober umfangreiche Baumfällarbeiten an der Brockenstraße und der Strecke der Harzer Schmalspurbahn stattfinden.

Nötig seien die Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit. Auf der Brockenstraße selbst soll es eine Ampelregelung in Form einer Wanderbaustelle geben. Eine Umleitungsmöglichkeit wird es aufgrund der Geländeverhältnisse nicht geben. Der Bahnparallelweg soll temporär ganz gesperrt werden.
Mehr Bäume als in den Vorjahren betroffen

Angaben der Nationalparkverwaltung zufolge seien insbesondere im Bereich Brockenstraße, Eckerlochstieg und
und entlang der Bahnlinie sehr viele Bäume betroffen. Deshalb werde die Maßnahme in diesem Jahr auch umfangreich ausfallen. Der betroffene Bereich befindet sich zudem in der „Naturdynamikzone“ des Nationalpark Harz. In diesen darf der Mensch eigentlich nicht eingreifen, es sei denn es geht um die Gewährleistung der Verkehrssicherung an öffentlichen Straßen.
Borkenkäfer mag die Fichte besonders gerne

In den betroffenen Bereichen sind überwiegend Fichten zu finden. Übeltäter und verantwortlich für die besonders umfangreichen Fällungen in diesem Jahr ist der Borkenkäfer. Dieser findet in den Fichtenforsten seinen optimalen Brutraum. Die Hitze und Trockenheit des vergangenen Sommers und beginnenden Herbstes, so heißt es in der Mitteilung der Nationalparkverwaltung, habe die Fichten geschwächt und sie anfälliger für Borkenkäfer gemacht. Daher werde es in diesen Bereichen des Nationalparks zu deutlich sichtbaren Veränderungen kommen. Das biete aber auch die Chance, dass zeitnah natürliche Entwicklungen in Gang kommen. Mehr Licht am Waldboden ließe Laubbäume, Kräuter, Moose und Zwergsträucher wachsen.

Das Fällen der gefährdeten Bäume werde in einem abgestuften Verfahren erfolgen. Unmittelbar an der Straße müssten die Bäume umgeschnitten werden, um Straßenkörper und Bankette nicht zu zerstören. Weiter in der Tiefe sollen Bäume umgedrückt oder auch höher abgeschnitten werden.

Im Vorfeld bedeute das einen hohen Organisationsaufwand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks. Sensible Bereich wie Moore müssten markiert werden, damit dort keine Bäume hineinfallen, und die Wegesperrungen seien vorzubereiten. Die Nationalparkbesucher und Anlieger bittet die Nationalparkverwaltung um Verständnis.

Beste Grüße Reiner

Manuel Offline




Beiträge: 30

15.10.2016 17:47
#23 RE: Kopie einerZeitungsmeldung zum Nationalpark antworten

Als ich vor ungefähr einem Jahr den Bahnparallelweg gewandert bin, waren auch gerade große Rodungen abgeschlossen (von Richtung Eckerlochstieg war der Weg noch abgesperrt, von Schierke aus nicht). Da haben sie auch schon ganz viel abgeholzt.

Viele Grüße
Manuel

Mein derzeitiges Anlagenbauprojekt (Nenngröße N): https://wieslautertalbahn.manuelhu.de.
Fahrplanprogramm FPLedit: https://fahrplan.manuelhu.de/

nettetal Offline



Beiträge: 303

23.10.2016 20:53
#24 Rodearbeiten Schierke /Brocken antworten

Hallo,

folgend ein paar Bilder von meiner heutigen "Winter im Oktober-Tour"

Da die Wegesperrungen am Bahnparalellweg ab dem 22.10.2016 aufgehoben sein sollten, war ich neugierig
auf die Veränderungen.
Vom Bahnhof Schierke bis zur Kreuzung "alte Bobbahn" - Bahn Paralellweg waren nur vereinzelt Bäume gefällt worden.
An der alten Bobbahn war eine etwas größere Freifläche entstanden



An der Brockenstrasse wurde auch etwas mehr gefällt



Im Eckerloch wurde die Fläche der gefällten Bäume auch deutlich größer



Oben auf dem Brocken war es recht winterlich



Zugverkehr gab es auch





Beim Abstieg begegnete mir eine Familie, in der sich das Kind über den "neumodischen" Wald
wunderte - der Vater suchte nach dem Namen der Käfer, die die Bäume so zugerichtet hatten....
zum Glück wusste die Oma, dass es sich um Borkenkäfer handelt. Der Kommentar vom Kind war:
die müssen aber groß sein !..... wenn man die vielen toten Bäume so sieht, dann liegt das wohl nahe....


mit Grüßen

Jens

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