Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

Harzbahn Forum
http://115518.homepagemodules.de/

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 754 mal aufgerufen
 HSB aktuell
Seiten 1 | 2
viereKa Offline



Beiträge: 534

28.02.2017 12:57
Lok putt Antworten
Reiner Offline




Beiträge: 2.918

28.02.2017 14:11
#2 RE: Lok putt Antworten

Na und? Das war am Samstag 25.02.17.
Das hatte diese Lok schon mal an der selben Stelle.
Kommt davon wenn man die Zuglasten ins unermeßliche steigert.
Ist eben auf Dauer nicht gut.

Vom Fratzenbuch.



13.06.2004 von mir geknipst.



Wie sich die Brüche doch gleichen.

Beste Grüße vom Reiner.

viereKa Offline



Beiträge: 534

28.02.2017 14:18
#3 RE: Lok putt Antworten

Hallo Reiner,
Entschuldigung, wenn ich Dich jetzt damit gelangweilt haben sollte. Aber ich habe solchen Schaden noch nie gesehen und dachte, es würde mir nicht allein so gehen und auch andere Leser interessieren. Deshalb habe ich mal auf diesen Schaden hingewiesen. Bisher habe ich von solchen Dingen als Möglichkeit immer nur gelesen. Und in der Volkstimme werden ja immer nur bei Erfolgsmeldungen der HSB Fotos mit abgedruckt.
Wenn die gleiche Lok an der gleichen Stelle schon einmal solchen Schaden hatte, dann gibt es am Brocken wohl doch hexen und teufel.
cu
Hans-Jürgen

Reiner Offline




Beiträge: 2.918

28.02.2017 14:18
#4 RE: Lok putt Antworten

Was dachtest du denn sonst?

Beste Grüße vom Reiner.

Volka Offline




Beiträge: 3.922

28.02.2017 21:12
#5 RE: Lok putt Antworten

Hallo,

das habe ich auch noch nie so gesehen. Insofern finde ich den Beitrag sehr interessant. Bisher sind mir nur zweimal Stangenbrüche begegnet. Aber ich glaube nicht, dass man den alten Zapfen nach so einem Schaden repariert hat (Bild mit altem und neuem Bruch). Der wird mit Sicherheit komplett ausgewechselt worden sein. Ob an der bestimmten Lok der Rahmen noch ganz 1A passgenau ist, dass derselbe Bruch nach Jahren exakt dort wieder auftritt?

Viele Grüße

Volker

nettetal Offline



Beiträge: 476

28.02.2017 23:03
#6 RE: Lok putt Antworten

Hallo,

interessante Bilder- auch wenn das mit dem gebrochenen Treibzapfen weniger gut ist.



Was erzählt das Bruchbild ?

(so hochauflösend ist das Bild von der Bruchstelle ja nicht)
aber es sieht so aus, als wenn die Restbruchflächen relativ klein sind ?

Anderseits scheint der Rissfortschritt relativ schnell abzulaufen, ausgeprägte Bereiche, die Pausen des Rissfortschrittes zeigen, kann ich auf den Bildern so nicht erkennen. Anrissbereiche mit denen man längere Zeit unterwegs war sehe ich auf den Bildern nicht ?


Die größten Kräfte scheinen in der Nähe der Totpunkte aufzutreten - zumal da auch die
Kraftrichtung wechselt....


Ist dann die Belastung des Treibzapfen dann wirklich maßgeblich durch die Zuglast bestimmt ?
(mehr als Kesseldruck am Kolben geht doch nicht...)
Sind es dann nicht eher die Häufigkeit von Schleudern und "Wasserschlägen" oder hohen Geschwindigkeiten, die
eher negative Folgen haben ?
( wobei eine hohe Beanspruchung der Lok auch zwangsläufig zu mehr der oben genannten Ereignisse führen)


Vielleicht etwas viel laienhafte Spekulation von mir - bitte um Entschuldigung - aber es interessiert mich, warum so ein massives Bauteil versagt - nicht wer Schuld ist - Fehler haben ja zumeist viele Ursachen...


mit Grüßen

Jens

Minolpirol Offline




Beiträge: 117

28.02.2017 23:38
#7 RE: Lok putt Antworten

Hallo

das Schleudern und das anschließende Sanden könnte eine Ursache sein. Auch leicht verbogene Gestänge könnten bei Volllast den Zapfen nicht gerade zuträglich sein...

Michael

Reiner Offline




Beiträge: 2.918

28.02.2017 23:41
#8 RE: Lok putt Antworten

Das ist soweit richtig. Verantwortlich sind alle genannten Möglichkeiten zusammen.
Mit geringerer Belastung nimmt die Warscheinlichkeit eines Bruches aber ab.
Entscheidend ist doch gerade am Eckerloch; enge Kurve dadurch rechte Seite mehr belastet, Nässe welches Radschleudern begünstigt, hohe Zuglast welche zur verstärkten Anstrengung des Wiederbeschleunigens führt. Das Überreißen von Kesselwasser, also sogenannter Wasserschlag ist an dieser Stelle nicht zu erwarten ist aber auch Möglich. Eher kommen da Folgerisse eines vorangegangenen Wasserschlages in Betracht. Alles zusammen mit Langzeitwirkung, irgendwann rumst es. Das Eigenartige dabei ist der Schaden ist Augenscheinlich nicht sofort zu erkennen da oberflächlich betrachtet alles dran ist. Es rumpelt nur komisch und ungewohnt. Ich selber habe solch einen Schaden nicht erlebt.

Beste Grüße vom Reiner.

viereKa Offline



Beiträge: 534

01.03.2017 09:44
#9 RE: Lok putt Antworten

Hallo,
jetzt mal die nächste Laienfrage von mir.
Der Bolzen bricht. Was passiert in dem Augenblick? Die Kuppelstangen werden ja durch die anderen Räder gehalten. Was passiert mit der Treibstange. Der abgebrochene Bolzenteil ist ja doch noch relativ lang, kann der aus dem Loch der Kuppelstange rutschen? Er wird ja auch noch durch die Gegenkurbel und die Schwingstange in "Linie" gehalten. Aber die Kraftübertragung fehlt, während sie auf der anderen Seite noch voll wirksam ist.
Dieser Bruchmoment interessiert mich. Ich bin ja nicht neugierig, aber wissen würde ich es gern.
cu
Hans-Jürgen

nettetal Offline



Beiträge: 476

03.03.2017 12:29
#10 RE: Lok putt Antworten

Hallo Hans-Jürgen,

Wenn der Treibzapfen bricht, passiert nichts Gutes....
Der abgebrochene Teil dürfte sich relativ schnell aus dem Stangenlager herausarbeiten, denn die Gegenkurbel
dreht sich nicht mehr mit... und findet über die Schwingenstange irgendeinen Anschlag - damit wird die Treibstange sicherlich auch eine "unsyncrone" Stellung einnehmen ... bis eben der abgebrochene Zapfen
aus dem Stangenlager gefallen ist.

Die nicht mehr vollständige Kopplung der Kuppel- und Treibräderräder ist dann für die nicht betroffene Seite
wohl auch nicht gesund - so dass dort wohl möglich auch Schäden auftreten.

Dieser Unfall dürfte somit auch ein gutes Argument sein, Zylinder voran den Berg hoch zu fahren....
Bei Rückwärtsfahrt und abgebrochenen Treibzapfen, würde sich das Treibstangenende gegen die Fahrtrichtung in den Schotter bohren können....

mit Grüßen

Jens

viereKa Offline



Beiträge: 534

03.03.2017 22:14
#11 RE: Lok putt Antworten

Hallo Jens,
Danke für die Erklärung. Ich denke da kann man von Glück reden, dass es so einigermaßen glimpflich abgegangen ist.
Kann eigentlich der Zylinder auch "einen" abbekommen haben? Der Kolben ist doch sicher nach dem Bruch mit voller Kraft in Richtung des entsprechenden Totpunktes geschoben worden, da die Kraft von der Dampfdehnung keine Gegenkraft mehr hatte.
cu
Hans-Jürgen

nettetal Offline



Beiträge: 476

04.03.2017 00:41
#12 RE: Lok putt Antworten

Hallo Hans-Jürgen,

Ich hoffe, ich schreibe hier jetzt nicht zu viel Mist....
Wie hart der Kolben auf einen der Deckel auftrifft, hängt sicherlich davon ab, wann der Zapfen aus dem Stangenlager fällt und wie da gerade die Schieberstellung ist (insbesondere wenn mit geöffneten Regler gefahren wird)
Eigentlich wird auch die Ausströmung etwas vor dem Totpunkt geschlossen, so dass sich ein Dampfpolster bilden kann, was die Endlage dämpft... in wie weit das auch bei den Neubauloks der Fall ist, weiss ich nicht.

Zumindest sollte es keine weitere mechanische Beanspruchung auf den Zylinder geben, nach dem Abfall des Treibzapfens - es sei denn das Treibstangenende findet etwas zum Einhaken....

Für das andere Ende der Treibstande gibt es ja ein Fangeisen, welches verhindern soll, dass bei einem Bruch am Lager der Treibstange im Kreuzkopf das Treibstangenende sich in den Schotter bohren kann.
Für das andere Stangenende sollte dieses Fangeisen nicht ausreichen als Schutz...


Anderseits sind die Kräfte, die eine Stange übertragen kann, auch endlich...

...letztlich ist bei den vielen Faktoren keine genaue Vorhersage möglich.

mit Grüßen

Jens

Reiner Offline




Beiträge: 2.918

04.03.2017 06:24
#13 RE: Lok putt (hört sich Kindergartenmäßig an) Antworten

Alles gewagte Theorien. Wie schon von mir geschrieben, es wird weiter nichts passieren. Denn alle Stangen und Steuerungsteile sind dran und verhindern schlimmeres. Der Stangensatz kann auch nicht vom Bolzen herunterrutschen da er von der Radscheibe und den zusammenhängenden Stangensatz daran gehindert wird. Die Dampfmaschine wird weiter auch keinen Gewaltschaden erleiden. Das einzigste was passiert ist, die Treibachse wird sich verdrehen womit die gesamte Ein-und Ausströmung nicht mehr passen wird. Habe ich mit rumpeln beschrieben. Da der Bruch mehr oder weniger laut zu hören ist und das sofortige rumpeln einsetzt wir der Lokführer eine Schnellbremsung einleiten und nach dem Halt das Triebwerk untersuchen. Dabei kann es passieren das der Schaden im ersten Moment gar nicht zu sehen ist, da Augenscheinlich alles dran und gerade ist. Denn man wird gar nicht erst daran denken zu prüfen ob die rechte Seite der linken Seite tatsächlich um 90° vorauseilt. Das siehste erst wenn du ein paar mal um die Lok gehüpft bist. Es ist also der denkwürdig günstigste Bruch mit größtmöglichen Auswirkung entstanden. Ein eigenständiges weiterfahren ist an dieser Stelle nicht mehr möglich. Im Flachland könnte man nach Abbau der schadhaften Seite Stangen und Gewerk und festlegen der Kolben und Schieber noch eigenständig weiterfahren wenn die Zuglast das noch zulassen würde. Aber diese Werkzeuge zum Lahmlegen wurden schon vor langer Zeit von den Loks entfernt. An dieser Stelle jedoch kam nur ein abschleppen nach vollständigen Abbau beider Seiten in Frage. Dazu wurde der Hilfszug dort hin verbracht um diese Arbeiten zu erledigen. Vorher wurde bestimmt der Wagenzug mit einer anderen Lok abgezogen damit der Hilfszug dort warscheinlich geschoben heran kam. Weitere Schäden und Anbrüche können erst nach einer Werkstattuntersuchung festgestellt werden. Die Treibachse wird ausgebaut und in ein Werk zur Neubezapfung verbracht.
Zum Fangeisen, es ist so angebracht das ein umkippen der Lok in beiden Fahrtrichtungen verhindert wird. Beide Seiten der durchgebrochenen Treibstange können die Lok nicht so weit anheben das sie umkippen könnte.

PS.: Ein großer Schaden ist doch beim Bruch entstanden. Die Schutzscheibe und Glühlampe der Triebwerksbeleuchtung ist zerstört wurden.

Beste Grüße vom Reiner.

viereKa Offline



Beiträge: 534

04.03.2017 10:35
#14 RE: Lok putt (hört sich Kindergartenmäßig an) Antworten

Hallo Reiner,

Zitat
Denn man wird gar nicht erst daran denken zu prüfen ob die linke Seite der rechten Seite tatsächlich um 90° vorauseilt



Eilt nicht die rechte Seite der Linken voraus??

Zitat
Beide Seiten der durchgebrochenen Treibstange können die Lok nicht so weit anheben das sie umkippen könnte.


Aber die Treibstange ist hier nicht durchgebrochen, sondern an ihrem Ende am Treibradsatz abgefallen. Bei Rückwärtsfahrt sollte also wohl die Gefahr bestehen, dass sie sich irgendwie ins Erdreich bohrt.

Zitat
Ein großer Schaden ist doch beim Bruch entstanden. Die Schutzscheibe und Glühlampe der Triebwerksbeleuchtung ist zerstört wurden



Nun, etwas größer wird der Schaden sicher sein. Nur erneutes Anbauen der Stangen nach dem Bolzenwechsel und dem Auswechslen von Schutzscheibe und Glühlampe wird wohl nicht genügen.

cu
Hans-Jürgen
Achsen 99 5906.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Reiner Offline




Beiträge: 2.918

04.03.2017 11:03
#15 RE: Lok putt (hört sich Kindergartenmäßig an) Antworten

Mit der Voreilung hast du recht, hab ich mich vertan, und es geändert. Werd ja auch älter.
Die Treibstange ist hier überhaupt nicht abgefallen.
Mit der Durchgebrochenen Treibstange bezog sich auf Jens seine Vermutung und hat mit diesen Fall nichts zu tun.
Den Rest hab ich beschrieben. Mit der Lampe ist Scherzhaft gemeint.
Nun ist aber gut. Alten Mann auf Trab halten, wa.

Beste Grüße vom Reiner.

Seiten 1 | 2
 Sprung  

BAE-by-OOK

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz