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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 427 mal aufgerufen
 HSB aktuell
Reiner Offline




Beiträge: 2.905

19.08.2017 10:23
Gläserne Werkstatt antworten

Ist hier vielleicht besser aufgehoben:

Zukunft HSB ?

Die HSB Pfeift aus dem letzten Loch aber Neubau einer gläsernen Werkstatt.
Das ist Programm, und wird durchgeführt. Koste es was es wolle.
Hierbei soll in 300 m Luftlinie vom Historischen Rathaus und Stadtkern ein Bahnwerk auf einer Industriebrache gebaut werden.
Verschweigen tut man der Öffentlichkeit aber das solch ein Bahnwerk Krach und Dreck in Massen fabriziert, welche beim Unterhalt von Historischer Eisenbahntechnik zwangsläufig entsteht.
Ob das dem Tourismus der Stadt überhaupt gut tut, abgesehen von einigen Schmalspurfreunden, mag ich sehr stark anzweifeln.
Jetzt schon hat das Unternehmen akkuten Personalmangel welcher durch niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen mit begründet sind. Wo will man da noch Personal für bekommen.
Hier werden öffentliche Gelder in großen Maß verbraten.
Das wird sich sicher mal rächnen.

Das andere andere Meinungen haben ist mir wohl bewußt. Nichts desto Trotz muß ich mal meine eigene Meinung hier kund tun.
In eine Diskussion hierüber werde ich nicht zur Verfügung stehen.

https://www.volksstimme.de/lokal/wernige...blicke-von-oben


Gläserne Werkstatt
Spektakuläre Einblicke von oben
19.08.2017

So soll den bisherigen Plänen zufolge die neue Lokwerkstatt der Harzer Schmalspurbahnen aussehen. Visualisierung: Ingenieurbüro Lambrecht

So soll den bisherigen Plänen zufolge die neue Lokwerkstatt der Harzer Schmalspurbahnen aussehen. Visualisierung: Ingenieurbüro Lambrecht

Die Pläne für die neue Lokwerkstatt der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) in Wernigerode werden konkreter.
Von Katrin Schröder ›

Wernigerode l Auf dem dezenten Anthrazit der Fassade stechen die signalroten Akzente umso knalliger hervor. Der Eingang aus Glas bietet Einblicke ins Innere des Gebäudes. So stellen sich die Planer die neue Lokwerkstatt der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) vor, die auf einem Teil des Wernigeröder Ochsenteiches errichtet werden soll. HSB-Betriebsleiter Jörg Bauer und Planer Constantin Jahn vom Magdeburger Ingenieurbüro Lambrecht haben die Pläne für das Millionenprojekt im Bauausschuss vorgestellt.

Für die Zukunft der HSB sei das Vorhaben existenziell. „Wir wollen damit den Dampflokbetrieb für die nächsten 50 bis 100 Jahre sichern“, so Bauer. Ein Beweggrund ist die Kostenexplosion, die sich im Dampflokwerk in Meiningen vollzogen hat. Dort lassen die Wernige-röder bisher ihre historischen Zugpferde warten. Bei Kostensteigerungen von fünf bis zehn Prozent pro Jahr lohne es sich, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen – zumal es ansonsten keine Alternativen gibt, sagt Bauer.
Moderner Zweckbau

Bei dem Projekt rechnen die Eisenbahner ebenfalls mit dem spitzen Bleistift. 10,5 Millionen Euro darf der Neubau kosten. „Mehr können wir auf gar keinen Fall mit eigenen Mitteln finanzieren“, so Jörg Bauer. Für die Planer sei das eine „schwierige Gratwanderung“, zumal das Gebäude kein „einfacher Blechkasten“ werden soll, betont der Betriebsleiter. „Das würde nicht in die Stadt passen.“

Stattdessen ist ein moderner Zweckbau mit klarer Kante vorgesehen, der sich an der Straße Unter den Zindeln den Besuchern öffnet. Die bestehenden Zufahrten auf den bisherigen Parkplatz werden genutzt, so Constantin Jahn. „Wir versuchen, möglichst wenig Fläche zu versiegeln und möglichst viel Versickerung zuzulassen“, sagt der Planer. Der größte Teil der Bäume an der Straße solle erhalten bleiben.
Viel Glas und Licht

Die Fassaden der Lokwerkstatt werden mit plattenartigen Paneelen verkleidet, zurückhaltend in matter Optik und überwiegend in Anthrazit gehalten. Lediglich gen Westen werden helle Töne gewählt. Der Südgiebel soll mit Profilbauglas verkleidet werden. „Dieses ist durchscheinend, aber nicht durchsichtig“, erklärt Planer Jahn. Man erkenne Bewegungen und Objekte, aber keine konkreten Personen.

Glas und Licht seien die grundlegenden Themen des Baus, betont Jahn. Während sich im unteren Geschoss die Arbeitsstände befinden, können Gäste aus dem Obergeschoss die Arbeit an den Dampfloks durch verglaste Oberlichter beobachten. „Der Werkstattbereich wird vollständig vom Tourismus getrennt“, sagt Architekt Constantin Jahn.
Blick auf die Werkstatt

Im zugänglichen Bereich können sich Besucher frei bewegen und zusehen, wie die Lokomotiven gewartet und für die Hauptuntersuchung in ihre rund 4000 Einzelteile zerlegt werden. „Für die Touristen ist es am ansprechendsten zu sehen, wie eine Lok von Grund auf neu aufgebaut wird“, so Jahn. Erklärungen sollen Informationstafeln liefern, durch Bullaugen gibt es Einblick von außen. Es sollen aber auch geführte Touren angeboten werden. Zudem genießen die Besucher auf der Terrasse des Neubaus einen spektakulären Ausblick auf Schloss und Brocken zugleich. Ein ursprünglich geplanter Aussichtsturm wurde jedoch aus Kostengründen gestrichen, erklärte Jörg Bauer. Das Gleiche gelte für ein Café für die HSB-Gäste

Was jetzt nicht wird, kann aber immer noch später werden. Die Lokwerkstatt werde in modularer Bauweise geplant und lasse damit zahlreiche Möglichkeiten für spätere Erweiterungen offen, erklärten Bauer und Jahn. Doch bevor weitere, kostenintensive Bauabschnitte folgen könnten, müsse bis 2026 der Kredit für das aktuelle Vorhaben abbezahlt werden.

Über vier Gleise gelangen die Loks ins Innere der Werkstatt. Hinzu kommt ein Umfahrungs- und Testgleis. Jeweils zwei Zugmaschinen können im Winter zeitgleich durchgesehen und auf Vordermann gebracht werden – bei einem Fuhrpark von insgesamt 16 Loks, die alle acht Jahre zur Hauptuntersuchung auf den Prüfstand müssen, sei das ausreichend, so Betriebsleiter Jörg Bauer. Im Sommer werde die Werkstatt für Bedarfsreparaturen genutzt. Im Außenbereich ist zudem ein Lagergebäude geplant.

Ob Loks anderer Bahnbetriebe in der neuen Werkstatt in Wernigerode gewartet werden, ist noch ungewiss. „Das Ganze rechnet sich für die HSB mit eigenen Aufträgen“, betont Bauer. Während über die Ausstattung der Werkstatt noch verhandelt werde, seien die Planungen für den Baukörper weit fortgeschritten. Derzeit werde der Entwurf für den Bebauungsplan vorbereitet.

Beste Grüße Reiner

Lnw Offline



Beiträge: 9

21.08.2017 17:52
#2 RE: Gläserne Werkstatt antworten

Hallo Reiner,

ob der Standort geeignet ist, kann ich nicht urteilen. Eine eigene Aufarbeitung und Hauptuntersuchungen der Fahrzeuge der HSB halte ich aber für sinnvoll.
Ich bin selbst bei einem Museumsbahnverein und weiss auch, das die Kosten bei externen Firmen in den letzten Jahren explodiert sind.
Wenn die Entwicklung so weiter geht werden einige Vereine Schwierigkeiten haben ihre Fahrzeuge noch zu unterhalten.
Deshalb ist die neue Werkstatt eine Investition in die Zukunft.

Gruss Lnw

nettetal Offline



Beiträge: 433

23.08.2017 23:29
#3 RE: Gläserne Werkstatt antworten

Moin,

zumindest erspart man sich den Transport der Fahrzeuge inklusive deren Vor- und Nacharbeiten.

Ob nun der Besucherbereich das ganz große Geld abwirft, dürfte zu bezweifeln sein, denn so emsig und unterhaltend wird der Betrieb in der kleinen Werkstatt auch nicht sein.

Die nötigen Arbeiten sollten sich aber relativ gut durchkalkulieren lassen - in so fern sollte die Rechnung hoffentlich aufgehen.... als Abschreibungsobjekt ist es hoffentlich nicht angelegt, bei den aktuellen Gewinnüberschüssen....

Hoffentlich hat es nicht zu dramatische Auswirkungen auf Meinigen, wäre auch Schade, wenn der Betrieb dadurch kaputt ginge...

Vielleicht gibt es ja eine technische Revolution und die neuen Loks kommen aus dem 3D Drucker....
Konnte mir neulich bei einem 3D Druck-Dienstleister das Gehäuse für eine Neubaulok in Nm für 30 Euro
drucken lassen....(Ok ist noch nicht ganz ernst gemeint mit dem 3D Druck in 1:1)

mit Grüßen

Jens

Jürgen Offline




Beiträge: 834

25.08.2017 19:49
#4 RE: Gläserne Werkstatt antworten

Laut Geschäftsführung hieß es bisher immer wir Bauen da eine neue Werkstatt und lassen dort unsere Lokomotiven Hauptuntersuchen bzw. reparieren.
Im Klartext heißt das - Meiningen oder wer auch immer kommt Wernigerode baut die Lokomotiven auseinander und fährt dann wegen jeder Schraube nach Meiningen. Ob das billiger? Ich weiß nicht. Jedenfalls werden die Kosten anders verteilt. Ausgebildetes Personal für die neue Werkstatt gibt es eh nicht die alte wird ja für die laufenden Reparaturen weiterbetrieben.

Jürgen

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