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Dieses Thema hat 23 Antworten
und wurde 851 mal aufgerufen
 HSB aktuell
Seiten 1 | 2
viereKa Offline



Beiträge: 529

11.01.2019 22:06
#16 RE: Zug steckt in Schneewehe fest. antworten

Hallo Jens,
witzigerweise haben wir vorhin im Modellbahnclub den Kalender für 2019 mit alten Fotos der Harzbahnen angeschaut.
Leider weiß ich jetzt nicht mehr die Jahreszahl, aber:

Viele, viele, viele Männer mit Schaufeln stehen in, bzw. neben einem doch recht tiefen Schneegraben. Im Schneegraben ein Gleis und es kommt ein Zug mit Dampflok. Das Bild ist am Brocken gemacht....erinnerte irgendwie an die letzten Tage. Die Schneewände mindestens so hoch wie der Zug, der fuhr aber.

Es gibt aber Dinge die ich nicht verstehe.
In der Volksstimme stand gestern, dass dieser Zug hoch fuhr, um die Leute der ersten beiden Züge zurück zu holen. Verständlich. Es sollte für den Dienstag wohl auf Grund der Witterung der letzte Zug sein, quasie eine Art "Rettungszug" Aber wieso fuhren dann in diesem Zug nochmals Leute mit?
Laut Volksstimme lief der Rücktransport an, als sich 2 Reisende mit dem Handy bei der Rettungsleitstelle Wernigerode meldeten. Vorher kam auf dem Brockenbahnhof die Durchsage, dass um 17 Uhr der letzte Zug nach unten fährt und als nix passierte rief man dann an.

Dienstag gegen 9,30 Uhr hörten wir den Wetterbericht. Sturm auf den Brocken, starker Schneefall. Die Nacht davor heulte der Wind hier in Halberstadt nur so um die Häuser. Für den Brocken gab es am Montag Sturmwarnung.
Mußte man da am Dienstag noch hoch fahren?????

Aber ich bin wohl zu alt für diese Welt und ich muß auch nicht mehr alles verstehen.
cu
Hans-Jürgen

Volka Offline




Beiträge: 3.859

12.01.2019 15:55
#17 RE: Zug steckt in Schneewehe fest. antworten

Hallo Jürgen,

Zitat von viereKa im Beitrag #16
Hallo Jens,
witzigerweise haben wir vorhin im Modellbahnclub den Kalender für 2019 mit alten Fotos der Harzbahnen angeschaut.
Leider weiß ich jetzt nicht mehr die Jahreszahl, aber:

Viele, viele, viele Männer mit Schaufeln stehen in, bzw. neben einem doch recht tiefen Schneegraben. Im Schneegraben ein Gleis und es kommt ein Zug mit Dampflok. Das Bild ist am Brocken gemacht....erinnerte irgendwie an die letzten Tage. Die Schneewände mindestens so hoch wie der Zug, der fuhr aber.




Die Züge, die den steckengeblieben in Teilen wieder herunter geholt haben, fuhren auch.

Zitat von viereKa im Beitrag #16


Es gibt aber Dinge die ich nicht verstehe.
In der Volksstimme stand gestern, dass dieser Zug hoch fuhr, um die Leute der ersten beiden Züge zurück zu holen. Verständlich. Es sollte für den Dienstag wohl auf Grund der Witterung der letzte Zug sein, quasie eine Art "Rettungszug" Aber wieso fuhren dann in diesem Zug nochmals Leute mit?




Wenn es vorgesehen war, dass dieser auch wieder runterfahren sollte, kann er doch auch noch Leute mitnehmen, wenn man denen gesagt hat, dass sie mit dem auch unbedingt wieder zurückmüssen. 60 Passagiere generieren immerhin Einnahmen, die helfen dem Betrieb zu bezahlen. Aus unternehmerischer Sicht ist dies völlig nachvollziehbar. Dass es dann wesentlich teurer wurde, steht auf einem anderen Blatt.

Zitat von viereKa im Beitrag #16


Laut Volksstimme lief der Rücktransport an, als sich 2 Reisende mit dem Handy bei der Rettungsleitstelle Wernigerode meldeten. Vorher kam auf dem Brockenbahnhof die Durchsage, dass um 17 Uhr der letzte Zug nach unten fährt und als nix passierte rief man dann an.




Das verstehe ich auch nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass der örtliche Eisenbahner / bzw. derjenige von dem die Auskunft stammte, von der baldigen Ankunft des Zuges ausging und den Leuten rechtzeitig Bescheid geben wollte zum Zug zu gehen. Ansonsten hat die Lok ja schnell umgesetzt und es geht zurück bevor die Leute im Restaurant ihre sieben Sachen zusammen haben. Das man dann aber nicht mehr reagiert hat als das Unglück offenbar wurde, kann ich auch nicht verstehen. Wird man hoffentlich untersuchen.

Zitat von viereKa im Beitrag #16


Dienstag gegen 9,30 Uhr hörten wir den Wetterbericht. Sturm auf den Brocken, starker Schneefall. Die Nacht davor heulte der Wind hier in Halberstadt nur so um die Häuser. Für den Brocken gab es am Montag Sturmwarnung.
Mußte man da am Dienstag noch hoch fahren?????




Also die Brockenstrecke war ja schon diverse male wegen solcher Wetterunbilden gesperrt. Ich war auch schon mal auf dem Brocken als schon einen Tag kein Zug mehr fuhr. Da sah das da oben ganz anders aus - besonders die Leute - wie auf den zu sehen gewesenen Bildern. Insofern sollte man schon davon ausgehen können, dass man bei der HSB eigentlich weiß, wann man fährt und wann lieber nicht. Warum es dann doch zu diesem Vorfall gekommen ist, werden die sicherlich intern klären.

Zitat von viereKa im Beitrag #16


Aber ich bin wohl zu alt für diese Welt und ich muß auch nicht mehr alles verstehen.
cu
Hans-Jürgen




Tschüß

Volker

Reiner Offline




Beiträge: 2.900

12.01.2019 18:17
#18 RE: Zug steckt in Schneewehe fest. antworten

Heute am 12.1.19 wieder festgefahren dies mal die 32, mit der 41 rausgezerrt und entgleist.
Ob die vor lauter Profitgier noch lernfähig sind frag ich mich.
Es bleibt spannend. Schönen Abend allen.

Beste Grüße Reiner

Zackel Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 808

12.01.2019 19:00
#19 RE: Zug steckt in Schneewehe fest. antworten

Mensch, die sind echt beratungsresistent...

____________________________

"Da steht zu befürchten, das es in Mode kommt und als ungeheuer versnobt gelten wird, den Februar in Braunlage oder Altenau zu verbringen."

Volka Offline




Beiträge: 3.859

12.01.2019 19:05
#20 RE: Zug steckt in Schneewehe fest. antworten

Zitat von Zackel im Beitrag #19
Mensch, die sind echt beratungsresistent...


Dem kann ich jetzt nur zustimmen!

viereKa Offline



Beiträge: 529

12.01.2019 19:33
#21 RE: Zug steckt in Schneewehe fest. antworten

Hallo,
ich stelle für mich fest, so ganz dumm sind meine Fragen/Gedanken nicht.
Hier ist auch noch etwas Info zum vorherigen Problem von Dienstag
https://www.mz-web.de/landkreis-harz/kae...kt-war-31863146
cu
Hans-Jürgen
Ich bin mal fies. Für morgen sind auf dem Brocken wieder Sturmböen mit Schneefall/Regen angekündigt......
Da könnte man ja einen Sonderzug einplanen, damit auch der letzte der bekloppten Passagiere, die unbedingt einen Brockensturm erleben wollen, hoch kommt. Die Bergrettung/Feuerwehr wird es schon richten....

nettetal Offline



Beiträge: 394

12.01.2019 20:44
#22 RE: Zug steckt in Schneewehe fest. antworten

Moin,


auch wenn Eure Aussage naheliegend ist :

>>>>
Mensch, die sind echt beratungsresistent...
>>>>

Habt Ihr heute eine Brockenwanderung gemacht und wart vor Ort ?

oder

habt Ihr nur noch ein paar Spekulatius gefunden ?

-------------------------------------------------------

Im Ironie-modus könnte man auch sagen:

bei den Fahrpreisen zum Brocken muss ja auch etwas mehr geboten werden als nur eine reine Beförderung.....

-----------------------

Das wirklich raue Klima ist ja meist nur auf die eigentliche Kuppe des Brockens beschränkt.

Daher kann man das Wettererlebis auf dem Brocken schon relativ gut dosieren.
(und das ist ja auch ein Teil des Brockenerlebnisses... man möchte ja richtigen Winter erleben oder mal die richtig steife Briese - am besten aber bei Sonnenschein und nicht ganz so kalt....)

Je extremer das Wetter ist, desto mehr ist es natürlich auch eine Gratwanderung
- ob man das sich und ggf. Rettungskräften dann zumuten muss, ist eine berechtigte Frage.

Diese Frage muss man sich aber auch stellen lassen, wenn man im Strassenverkehr zu schnell ist.....
oder andere Dinge tut, die man, zumeist erst im Nachherein, als leichtsinnig befindet.

Wir empfinden normalerweise hier in Deutschland unsere Umgebung als wenig lebensfeindlich.
Aber ganz harmlos muss das insbesondere im Winter nicht sein.

mit Grüßen

Jens

Reiner Offline




Beiträge: 2.900

12.01.2019 21:42
#23 RE: Zug steckt in Schneewehe fest. antworten

Hallo.
Der wirklich zuwehgefärdete Streckenabschitt befindet sich meist von der Teufelskanzel bis zum Bahnsteiganfang. Also nur ca. 300-500 m.
Wenn man den nicht durchzufahren bekommt sollte man unbedingt sofort zurück fahren. Das ist zwar nicht Regelkonform aber im Gefahrfall durchaus erlaubt.
Sinngemäß aus den damaligen Fahrdienstvorschriften, Bei Gefahr handelt der Lokführer in eigener Verantwortung.
Das hätte bedeutet: 1.)für Di 8.1.19, sofort nach dem festfahren des Bergwärtsfahrenden Zuges wieder zurückfahren aus dem gefährdeten Bereich heraus.
2). für Sa 12.1.19 bei Talfahrt sofort wieder zurück zum Bahnsteig oder bis davor.
Dann Hilfe anfordern und weitere Weisungen abwarten und durchführen.
Bei der derzeitigen Führungsspitze der HSB scheint man das nicht zu berücksichtigen und die Personale nicht auf solche Situationen rechtzeitig vorzubereiten.
Ein auf soche Art vorbereitetes Personal kann dann immer noch rechtzeitig reagiren.
Bedenken sollte man, wenn man in diesen gefährdeten Bereich auch nur wenige Minuten anhält, da weht ein der Schneesturm jedes Rad mit einen Schneeradkeil zu und man hat dort keine Chance wieder weg zu kommen. Übrigens eigene Erfahrung.
Am 5.1.94 war ich unterwegs mit der 199 877 mit der Aufgabe alle Brockenzüge des Tages Talwärts von Brocken bis Schierke zu fahren. Zu damaliger Zeit war es verboten an einen Zug hinten eine Schlußlok oder Schiebelok mitzuführen. Das Verbot wurde erst später aufgehoben. Also bin ich ab Schierke jeden Brockenzug im Blockabstand nachgefahren um ihn vom Brocken nach Schierke zu ziehen und die Lok von der anderen Seite fuhr leer hinterher. Das wurde aus dem Grund gemacht, das man so die Weichen auf dem Brocken nicht freihalten brauchte zum drumherumfahren. Da wurde dann nur nach Gleis 3 rein und wieder raus gefahren. Nun passierte bei der letztn Fahrt dem Lokführer W. das gleiche wie dem Lokführer N.am Di. Er fuhr sich an der Teufelskanzel in der Schneewehe fest. Er informierte über Funk den Zugleiter S. der ihn anwies stehen zu bleiben um sich von mir aus der Wehe ziehen zu lassen. Ich war mit meiner Lok schon hinter der oberen Brockenstraße und bekam den Auftrag sofort hinten dran zu fahren und den Zug zurückzuziehen. Das machten wir nicht zulässigerweise ohne Schrifliche Befehle um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln. Als ich am Zug ankam stand schon die Zugführerin R. zum ankuppelnl bereit. Es wurde zusammen mit mein Beiman angekuppelt kurz gebremst und dann sofort abgefahren. Eine Schaffnerin mußte zu Fuß zum Bahnhof gehen und alle Reisender und sonsigen Mitfahrer zu Fuß abholen und in einer Wanderung bis zum Bü Brockenstraße geleiten. Auch das wurde noch bei der Anfahrt so von mir angeregt und dann auch durchgeführt. Dort wartete ich mit dem Zug bis alle da waren. Dann zog ich den Zug mit der ersten Plattform auf die Straße so das alle einsteigen konnten. Danach ging es weiter bis nach Wernigeode und die Dampflok verblieb auch nicht zugelassener Weise am Zugschluß.

Gelernt habe ich solche speziellen Sachen von meinen Lehrlokführer W., die ich gerne angenommen habe.
Zu DDR Zeiten endeten die Züge in Schierke, und wenn es viel geschneit hat dann wurde, in voheriger Absprache mit Zugführer und Fahrdienstleiter welche immer im 1.Zug mit hoch fuhren, festgelegt das wir nach Ankunft in Schierke erst ein paar mal hin und her gefahren, um kein Schnee vor die Räder fallen zu lassen, bevor wir am Bahnsteig anhielten. Natürlich waren auch die Reisenden gewarnt worden. Kollegen die das nicht so machten hatten immer Schwierigkeiten ihren festgekeilten Zug bei der Abfahrt in gang zu kommen.

Beste Grüße Reiner

Reiner Offline




Beiträge: 2.900

14.01.2019 11:58
#24 RE: Zug steckt in Schneewehe fest. antworten

Moin,
Jens fragte mich,

Zitat
Auf dem einen Foto sieht es so aus als wenn die Lok (mindestens) mit der 2. Kuppelachse entgleist ist.... bei Fahrt bergab also die dem Zug zugewandte Seite?

Waren da die Druckkräfte beim Zurückdrücken des Zuges zu hoch ?
oder
so eng sollten die Radien auf der Strecke nicht sein, dass beim Ziehen so hohe Seitenkräfte entstehen ?

Oder war es ganz simpel der vereise Bereich zwischen den Schienen der ein Aufklettern der Spurkräanze begünstigt hat ?


Hast Du da Infos ? oder kannst erklären was passiert ist ?



Also ich war nicht dabei, ich versuch es mal so zu interpretieren wie ich es aus allen infos herausgefunden habe.
Der Zug am Sa 12.1.19 hat sich bei der Talfahrt festgefahren. Ihm zu Hilfe wurde eine Lok von unten geschickt. Das dauert natürlich eine Zeit ehe die da ist und der Zug weht entsprechend zu. Wie die Lok dann durch die Schneewehe gekommen ist weiß ich nicht. Vermutlich wurde da manuell Schnee entfernt. Denn mit Schwung da durch ging nicht da ja der Zug in der Wehe fest steckte, also der Fahrweg nicht frei war. Nachdem die Lok dann am festsitzenden Zug angekuppelt war hat man versucht den Zug Talseitig aus der Schneewehe zu ziehen. Bergwärtsraus drücken kann ich mir nicht vorstellen. Da nun vor vielen Rädern Schneekeile waren brauchte man dazu eine große Kraftanstrengung. Unter der Lok war vielleicht noch Eisberge von vor 2 Tagen wo die andere Lok eingefroren war. Auf das Eis noch etwas Schnee drauf und die Auflagefläche für ein Rad war so hoch das der Spurkranz dieser 2. Kuppelachse der Lok auf die Schiene kletterte und auf Grund des Gleisbogens bergseitig herunter fiel. Damit war die Lok entgleist. Wenn es nicht an der vereisten Stelle war dann hatte sich eben dort soviel Flugschnee angesammelt und durch das Längere stehen der Lok an dieser Stelle ebenso Eisklötze gebildet. Dazu muß man wissen das die 2.Kuppelachse in diesen speziellen Fall die erste Achse des gezogenen Schwarzkopf Eckhard Drehgestells der Lok ist, also recht ungünstig im Rahmen angelenkt ist. Die Treibachse davor ist starr und die 1. Kuppelachse und die vordere Laufachse sind über dieses Drehgestell Seitenbeweglich.
Das ist meine spekulative vermutung zur Entgleisungsursache.

Beste Grüße Reiner

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