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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 149 mal aufgerufen
 Andere Schmalspurbahnen (incl. Literatur darüber)
Ilfelder Offline




Beiträge: 1.178

04.02.2009 06:26
unbekannte kleine Schmalspurlok (1000mm?) antworten
Hallo nochmal!
Wenn ich auf Arbeit bin, habe ich meißtens eine kleine Digiknipse mit dabei.
Leider nicht am 20.11.2007. An diesem Tag hatte ich Dienst von 3.33Uhr bis 14.06Uhr.
Ich fuhr einen Güterzug 51918 (Laufweg Mannheim-Seddin) auf dem Streckenabschnitt von Kassel-Rbf bis Halle-G.
Tatsächlich bemerkte ich erst nach dem äblösen in Halle-G, welche Fracht sich auf dem ersten Wagen befand.
Ich machte ein Handyfoto von dieser kleinen Schmalspurlok. Später erfuhr ich dann, das die Maschine vom Museum Darmstadt Kranichstein ist und auf dem Weg nach Polen zur Aufarbeitung war.
Wer kann etwas zu dieser Lok sagen? Wo fuhr die früher? Ist die von Barth oder aus dem Spreewald? Ich wüsste nicht, wo die gelaufen sein könnte. Wahrscheinlich nicht in der DDR? Oder?
Das Bild hat eine sehr geringe Größe, weil Handy.
L.G. Thomas
Angefügte Bilder:
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Stefan Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 131

04.02.2009 17:35
#2 RE: unbekannte kleine Schmalspurlok ist die Henschel 17218 antworten
Hallo Thomas,

laut http://www.museumsbahn.de/ hat das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein folgende 1000mm Dampflok im Bestand:
Nr. 7
B n2t, Henschel 17218/1919, 1000 mm,
1979 ex privat,
bis 1968 Kalkwerk Oertelshofen (Dornap),
bis 1957 Baufirma Holzmann,
btf. (z. Z. HEAG-Depot)

Diese Angaben decken sich logischerweise mit http://www.privat-bahn.de/DME.html
Bn2t, Henschel 1919/17218, Typ Helfmann, 160 PSi, 1000mm, ex Holzmann

In 2005 war die Lok noch in Betrieb laut http://www.eisenbahn-kurier.de/aktuell/news_heag.html

B-Kuppler fährt wieder durch Darmstadt

(PM/AM) Zunächst noch bis zum 26. Juni bespannt der 1919 unter der Fabriknummer 17218 gebaute B-Kuppler "Feuriger Elias" jeden Sonn- und Feiertag die meterspurigen Dampfstraßenbahnwagen der Arbeitsgemeinschaft Historische HEAG-Fahrzeuge im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein e. V. von Darmstadt-Eberstadt (Haltestelle "Frankenstein"/Seeheimer Straße 70) an die Bergstraße nach Alsbach. Diese jeweils 30-minütigen Fahrten mit der Lok 7 des Eisenbahnmuseums Darmstadt-Kranichstein (Bn2t, werksneu an Firma Philipp Holzmann AG, danach von 1957 bis 1968 Kalkwerk Oertelshofen) sollen an das Dampfstraßenbahnalter von 1886 bis 1922 in Darmstadt erinnern. Dazu wurde die ab Werk für 900 mm Spurweite gelieferte Dampflok vor einigen Jahren auf 1000 mm umgespurt.

Besonders stolz sind die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft auf den geschlossenen Beiwagen 4. Er bietet bei schlechtem Wetter Schutz. Als Grundlage für den historischen Nachbau diente das Untergestellt eines Wagens der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft (SEG) aus dem Jahr 1914 (Fa. Fuchs Heidelberg), das bis ins Jahr 2000 von der OEG als Schienentransportwagen 713 (bis 1958: Nr. 828) genutzt worden war. Auf ihn bauten die Vereinsmitglieder nach dem Vorbild eines Darmstädter Dampfzugbeiwagens in mehrjähriger Arbeit einen neuen Aufbau, da von den Originalfahrzeugen keines mehr existiert. Erstmals wurde der Wagen zur Eröffnung der Kranichsteiner Straßenbahn am 13. Dezember 2003 eingesetzt.

Nach der Sommerpause werden im September jeden Samstag und Sonntag Fahrten mit der historischen Dampfstraßenbahn, die als "Feuriger Elias" vermarktet wird, auf der Strecke von Darmstadt Friedensplatz (Schlossumfahrt) nach Griesheim (Wagenhalle/Wilhelm-Leuchner-Straße 58) angeboten. Gruppen ab zehn Personen werden gebeten, ihre Fahrtwünsche unter der Telefonnummer 0172/692 3991 anzumelden. Aus Platzgründen ist die Mitnahme von Fahrrädern und schweren Traglasten nicht möglich. Den Fahrplan und weitere Informationen findet man auch im Netz unter http://www.historische-heag-fahrzeuge.de.


Unter http://www.historische-heag-fahrzeuge.de/wagen/lok7.html gibt es Bilder und die Geschichte der Lok in Kurzfassung:
Die Dampflok 7 wurde 1919 in der damals bei Industriebahnen häufig anzutreffenden Spurweite von 900 mm für die Fa. Philipp Holzmann AG gebaut. Sie wurde 1957 an die Kalkwerke Oertelshofen verkauft. Der Eisenbahningenieur Rudolph Langeloth rettete die Lok vor der Verschrottung und führte eine grundlegende Reparatur durch. Hierbei wurde die Lok auf 1000 mm umgespurt, entspricht so der bei der Straßenbahn vorhandenen Meterspur und gleicht in der technischen Konzeption den ursprünglich bei der Dampfstraßenbahn eingesetzten Maschinen.

Fazit: Leider keine Spreewald oder FKB-Lok.

Frohes Schaffen
Stefan
Ilfelder Offline




Beiträge: 1.178

05.02.2009 09:16
#3 RE: unbekannte kleine Schmalspurlok ist die Henschel 17218 antworten

Hallo !
Danke für die Mühe!
Jetzt weiß ich was ich da mal für wertvolle Fracht am Haken hatte.
Wenn auch keine Spreewald oder FKB-Lok, so hat sie doch trotzdem eine interessante und wechselvolle Geschichte aufzuweisen. Gerade die Sache mit der Umspurung ist ja originell und hat der kleinen Maschine wahrscheinlich ihr dasein bis in die Gegenwart gesichert.
L.G.Thomas

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